Benjamin Hartmann vom TSV Haiterbach tritt bei der Leichtathletik-EM der Masters in Polen an.
Bei der Kopernikus-Stadt Torun (Polen) 15. Leichtathletik-EM der Masters war auch ein Vertreter aus dem Kreis Calw dabei: Benjamin Hartmann vom TSV Haiterbach, der in der Altersklasse M45 antrat. Er startete zunächst im Fünfkampf und legte mit einer Zeit von 10,51 Sekunden über die Hürden einen soliden Auftakt hin. Im Weitsprung erreichte Hartmann 4,83 Meter, gefolgt von 9,53 Metern im Kugelstoßen. Im Hochsprung überquerte der Haiterbacher 1,44 Meter, bevor er den Mehrkampf mit einem engagierten 1000-Meter-Lauf in 3:38 Minuten abschloss. In der Gesamtwertung sammelte Hartmann 2593 Punkte und belegte damit den 13. Platz. Auch wenn das Ergebnis leicht hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb, zeigte er sich insgesamt zufrieden mit seiner Leistung auf internationalem Parkett.
Finaleinzug ist das Ziel
Nur zwei Tage später stand für Hartmann die nächste Herausforderung an: der Einzelstart über 60 Meter Hürden. Mit einem klaren Ziel vor Augen – dem Einzug ins Finale der besten Acht Europas – ging er hochmotiviert an den Start. Im Vorlauf hatte Hartmann einen guten Beginn und war an der ersten Hürde vorne mit dabei, ehe ein kleiner Strauchler seinen Rhythmus kurzzeitig störte. Doch mit einer schnellen Anpassung fand er zurück in den Lauf – und tatsächlich: Das Finale war erreicht. In dem startete Hartmann stark, lief die erste Hürde sauber an, geriet jedoch an der zweiten Hürde etwas zu dicht heran. Ein kurzer Wackler zwang ihn erneut zur Rhythmusanpassung. Dennoch kämpfte er sich konzentriert ins Ziel und wurde mit 10,44 Sekunden Siebter.
Etwas zu eifrig gewesen
„Fürs Finale hatte ich mir vorgenommen, nicht Letzter zu werden“, erklärte Hartmann im Anschluss. Seine Analyse: „Ich bin auf die erste Hürde etwas zu eifrig angelaufen, so dass ich zu dicht auf der zweiten war. Dadurch verlor ich etwas Geschwindigkeit und musste dem Italiener neben mir ziehen lassen. Danach musste ich meinen Rhythmus anpassen – und dachte nur noch: Mach keinen Fehler, bleib ruhig und komm ins Ziel. Für solch einen Lauf und die Zeit bin ich dennoch zufrieden.“
Nach seinem Wettkampf unterstützte Hartmann seine Mannschaftskameraden lautstark von der Tribüne und genoss die besondere Atmosphäre einer EM. Sein Fazit fällt durchweg positiv aus: „Ein Mega-Event – sehr gut organisiert, freundlich und top-ausgestattet. Selbst die Altstadt ist beeindruckend. Ich komme wieder.“