Nach dem Sieg beim Mühlbachpokal lobt Wittershausens Jannik Schneider seine Mannschaft und einen Schützling besonders. Die SGV muss lange auf Oguzhan Altuntas verzichten.
6:4 im Finale, 6:4 im Spiel um Platz 3, 7:0 und 8:6 (nach Zehnmeterschießen) in den Halbfinals: In den K.o.-Partien beim Hallen-Mühlbachpokal fielen spektakuläre 35 Treffer aus dem Spiel heraus – das ist ein Schnitt von fast neun Toren pro Partie. Die beteiligten Mannschaften boten den Zuschauern also beste Unterhaltung – besonders freuen konnte sich am Ende die TSG Wittershausen.
Wie schon 2024 triumphierte der A-Ligist in der Halle, im Endspiel schlug man die SG Vöhringen mit dem angesprochenen 6:4. Spielertrainer Jannik Schneider merkte an: „Es war bis zum Schluss immer spannend. Mich als Trainer hat das schon ein paar Nerven gekostet, aber für die Außenstehenden war es richtig toll. Unser Halbfinale war schon geil, den Schwung haben wir mitgenommen. Die Jungs haben sich das verdient.“
Wechsel zeigt Wirkung
Mitentscheidend war der Schachzug Feldspieler Benedikt Maier nach dem 0:2-Rückstand im Semifinale gegen Sulz wieder ins Tor zu stellen. Maier kurbelte das Spiel merklich an, und traf auch selbst zum 4:4-Ausgleich. Auch im Finale gegen Vöhringen sorgte er in Ballbesitz für Überzahl und ließ den Gegner nicht wirklich ins Pressing kommen.
„Es macht immens viel aus, wir konnten die Überzahl dann sehr spielerisch lösen. Das war für uns der Gamechanger“, lobte Schneider seinen Akteur. Die SG Vöhringen verzichtete im gesamten Turnierverlauf auf einen klassischen Torhüter, stattdessen stand Spielertrainer Denis Gonszcz zwischen den Pfosten. Er füllte die Rolle kurzfristig aus, da es am Vortag des Turniers noch eine Absage gab. Speziell im Endspiel agierte er sehr offensiv und traf gegen die TSG doppelt.
Spaß an ungewohnter Rolle
Schmunzelnd erwähnte er: „Es hat mir richtig Spaß gemacht. Ich habe aber bei jedem Schuss gegen uns Angst gehabt, und auch nicht allzu viele Bälle gehalten. Im Spiel nach vorne ist es dafür umso schöner.“ Vorwerfen konnte man Gonszcz bei den Gegentoren im Finale aber nichts. Die Vöhringer konnten sich im Turnierverlauf derweil vor allem auf Nick Heizmann verlassen. Er erzielte neun der insgesamt 18 Treffer und wurde mit dieser Ausbeute auch Torschützenkönig des Turniers.
Diagnose Schlüsselbeinbruch
Der noch größere Wermutstropfen als die Finalniederlage war indes die Verletzung von Oguzhan Altuntas. Der Angreifer verletzte sich im Halbfinale gegen Bergfelden. Die Diagnose lautet Schlüsselbeinbruch. „Wir haben uns insgesamt gut verkauft. Ohne ’Ogu’ und Mirco Schröder sind wir dann etwas angeschlagen ins Finale gegangen, an dieser Stelle gute Genesung“, drückte Gonszcz sein Bedauern über den Ausfall aus. Auch Schneider merkte an: „Auch wir sagen gute Besserung und hoffen, es ist nicht allzu schlimm.“