Tobias Dierberger und Leander Vochatzer, die sich gegen den TuS Rot-Weiß Koblenz für das 1:1 und 2:1 verantwortlich zeigten, wollen auch in Frankfurt Tore bejubeln. Foto: Kara

TSG Balingen bestreitet am Samstag um 14 Uhr letztes Auswärtsspiel der Saison beim Tabellensechsten FSV Frankfurt und 500 Zuschauern.

Auf geht’s zum vorletzten Akt: Im letzten Gastspiel der Saison in der Regionalliga Südwest sind die Fußballer der TSG Balingen am Samstag um 14 Uhr beim Tabellensechsten FSV Frankfurt gefordert.

In der PSD Bank Arena erwartet die Jungs von Balingens Cheftrainer Martin Braun eine eigentlich übliche, aber zuletzt aufgrund der Coronavirus-Pandemie sehr seltene Atmosphäre: Zum ersten Mal seit mehreren Monaten sind wieder Zuschauer gelassen, nach dem auch in Hessen die Sieben-Tages-Inzidenz auf eine Marke von unter 50 (47,8) gefallen ist. 500 Fans, die vollständig geimpft sind, oder über einen aktuellen negativen Coronatest verfügen, dürfen ihre Mannschaft unterstützen.

500 Zuschauer vor Ort

"Das ist vor allem für Frankfurt schön, weil sie ein paar Leute reinlassen können", sagt Trainer Braun, der aber diesem Umstand keine so große Bedeutung zumisst: 500 Zuschauer sind in diesem Stadion, das Zweitliga-Ansprüchen entspricht, nicht die ganz große Menge. Da wird jetzt nicht eine Riesen-Geräuschkulisse entstehen. Ich glaube nicht, dass dies auf das Spiel große Auswirkungen haben wird."

Zumal die Eyachstädter nach der guten Leistung und dem 3:1-Erfolg gegen den TuS Rot-Weiß Koblenz durchaus mit einem guten Gefühl und Optimismus in der Mainmetropole antreten können. "Wir haben gezeigt, dass wir momentan in einer guten Verfassung sind, gut spielen und Partien auch gewinnen können", blickt Braun auf die Begegnung gegen die Rheinländer zurück. Zufrieden war der 52-Jährige sowohl mit der Defensiv- als auch Offensivleistung seiner Mannschaft. "Nach vorne haben wir es wirklich gut gemacht. Diesmal waren die letzten Pässe etwas genauer, und so sind wir auch zu guten Möglichkeiten und unseren Toren gekommen;wobei der vermeintliche Treffer zum 1:0 irrtümlicherweise wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung gefunden hat. Aber die anderen drei Tore haben wir sehr gut herausgespielt", resümiert der ehemalige Bundesligaprofi. "Unsere Defensivarbeit war sehr gut. Wir haben Koblenz, das in der Offensive über sehr viel Qualität verfügt nur wenig zugelassen. Der Gegner hatte keine richtige Großchance, sondern nur ein paar ordentliche Abschlüsse durch Schüsse und eine gute Kopfballmöglichkeit."

Frankfurt kassiert in der Regel wenige Gegentore

Eine ähnliche Leistung erwartet Braun von seiner Mannschaft auch Samstag; wenngleich der Balinger Chefcoach auch weiß, dass mit dem FSV ein richtiges Kaliber auf sein Team zukommt. "Der FSV ist eine sehr gut organisierte Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern. Frankfurt kassiert in der Regel wenig Gegentore und hat vorne mehrere torgefährliche Akteure. Das ist eine homogene Truppe."

Deshalb ist für den ehemaligen Bundesligaprofi klar, "dass wir defensiv wieder extrem stabil sein müssen. Frankfurt hat mit Arif Güclü, Muhamed Alawie und Jake Hirst gefährliche Torjäger in ihren Reihen, die auch aus kleinen Chancen ihre Tore machen können. Das müssen wir durch gutes Stellungsspiel verhindern" Fürwahr, erzielte das Trio – Güclü 15, Alawie 10 und Hirst 6 – mit 31 Treffern mehr als die Hälfte aller Tore des FSV (55). "Trotzdem wollen wir aber auch in der Vorwärtsbewegung guten Fußball zeigen und uns im Spiel mit dem Ball weiter verbessern, um Chancen heraus zu spielen und Tore zu erzielen."

Im Hinspiel hatte die TSG eine starke Leistung gezeigt und war nur durch einen umstrittenen Strafstoß, den Alawie zum 1:0-Siegtreffer für den FSV verwandelte, geschlagen worden. "Vielleicht haben wir dieses Mal ein bisschen mehr Glück", sagt Braun, der erwartet, "dass die Jungs haben, in Frankfurt ein gutes Spiel zu machen und zu punkten."

Für dieses Vorhaben kann der Balinger Cheftrainer auf die gleichen Akteure wie zuletzt gegen Koblenz zurückgreifen. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es mehrere Veränderungen gibt", kündigt der 52-Jährige an, nach dem gegen die TuS die nach langen Verletzungen wieder zum Einsatz gekommenen Marco Gaiser, Tom Schiffl oder Jonas Fritschi, sowie Akteure, die davor nicht so viel Spielzeit erhalten hatten, mit starken Leistungen zu überzeugen wussten. Dierberger hatte gegen Koblenz das 1:0 selbst erzielt und das 2:1 vorbereitet. "Es ist schön, dass wir momentan, so vielen der Jungs Spielpraxis geben können", so Braun.

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