Julian Haas wird die TSF Dornhan in der kommenden Saison als Spieler erhalten bleiben. Foto: Wagner

Mit dem Abstieg in die Kreisliga A stehen die TSF Dornhan vor einem Umbruch. Sportliche Leiterin Nora Mohr spricht über die schwierige Saison und die Planungen für den Neustart.

In der Winterpause dieser Saison übernahm Nora Mohr das Amt der sportlichen Leiterin. Eine Situation, die alles andere als einfach ist und viele Schwierigkeiten mit sich bringt.Sportlich verlief die Saison aus Sicht der TSF Dornhan zum Vergessen. Der Abstieg in die Kreisliga A war bereits seit Wochen nicht mehr zu verhindern gewesen. „Die vielen Abgänge und der dadurch kleinere Kader haben uns in der Rückrunde vor große Herausforderungen gestellt. Mit vielen jungen Spielern war die Situation im Abstiegskampf nicht einfach, insgesamt haben wir uns deshalb sehr schwergetan“, analysiert die sportliche Leiterin der TSF die Rückrunde.

 

Ein emotionaler Abschied

Ein besonders schmerzhafter Abgang ist der vom langjährigen Dornhaner Maximilan Wagner. Er wird in der kommenden Runde bei der SG Empfingen unter Vertrag stehen. „Max zu verlieren, ist sportlich und vor allem menschlich ein großer Verlust. Für ihn persönlich freut es mich aber, dass er den nächsten Schritt gehen kann – wir wünschen ihm nur das Beste, und die Türen in Dornhan stehen ihm jederzeit offen“, so Mohr.

Die TSF Dornhan schreitet mit der Kaderplanung für die kommende Runde voran. Mohr bestätigt uns, dass Mika Schreiber und Nicolai Glaß nach Dornhan wechseln werden. Schreiber ist ein Innenverteidiger aus der A-Jugend und Glaß ein Stürmer aus Hochmössingen.

Den Neustart in der Kreisliga A werden die TSF mit einem neuen Trainerteam beginnen. Radion Eckert und Tim Ziegler haben im März bereits für die Saison 2026/2027 unterschrieben. Damit kommen zwei Kicker, die auch Landesliga und Bezirksliga Erfahrung haben. Eckert war beispielsweise jahrelang beim SV Wittenbdorf aktiv. „In den Gesprächen haben wir schnell gemerkt, dass es passt. Beide haben große Lust auf die Aufgabe und wollen mit uns daran arbeiten, den Verein wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört“, zeigt sich Mohr erfreut darüber, die beiden Spielertrainer für die kommende Saison gewonnen zu haben.

Die Spielgemeinschaft steht

Eine der größten Herausforderungen für die 26-Jährige ist die Zukunft der zweiten Mannschaft. Die Kreisliga B-Mannschaft musste aufgrund eines zu kleinen Kaders abgemeldet werden. Der Plan von Mohr und den TSF sieht vor, ab der kommenden Runde mit einer Spielgemeinschaft mit Betzweiler an den Start zu gehen.

Die SGM Betzweiler-Wälde/Dornhan wird in der Rerseveliga spielen. „Die Spielgemeinschaft war ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Vereins. Allein eine zweite Mannschaft zu stellen, wäre auf absehbare Zeit nicht mehr möglich gewesen – mit Betzweiler haben wir einen Partner gefunden, der die gleichen Interessen verfolgt wie wir“, sagt Mohr.

Seit ihrem Amtsantritt in der Winterpause hat die Sportliche Leiterin bereits einige wichtige Weichen gestellt. Mit der Verpflichtung des neuen Trainerteams, der Lösung für die zweite Mannschaft und der laufenden Kaderplanung für die Saison 2026/27 wurden zentrale Themen bereits angegangen.

Doch wie hat dieses Amt Mohr persönlich verändert? „Ich habe in den vergangenen Monaten unglaublich viel gelernt. Die Aufgabe kostet zwar viel Energie, bringt einen persönlich aber weiter – und vor allem macht sie riesigen Spaß“, erzählt Mohr.

Haas als Vereinslegende

Das bisherige Trainerteam Julian Haas und Daniel Schreiber bleibt den TSF als Spieler erhalten. Haas wird von Mohr als Vereinslegende beschrieben und sie betont, wie wichtig er für die TSF Dornhan ist: „Juli ist das Gesicht des Vereins. Er spielt seit jeher in Dornhan und hatte mehrfach die Möglichkeit, zu wechseln und höherklassig zu spielen, ist dem Verein aber immer treu geblieben. Dazu übernimmt er auch abseits des Platzes viel Verantwortung – für uns ist er eine echte Vereinslegende.“

Für Nora Mohr und die TSF Dornhan stehen damit die nächsten wichtigen Schritte bereits fest. Nach dem Abstieg richtet sich der Blick nun auf den Neustart in der Kreisliga A.