Die TSF Dornhan sind momentan meilenweit vom direkten Wiederaufstieg in die Landesliga entfernt. Foto: Wagner

In der Bezirksliga Nordschwarzwald kommt es am Sonntag zum Kellerduell zwischen den TSF Dornhan und Grün-Weiß Ottenbronn.

Der zwölfte Spieltag der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald startete am Donnerstag mit dem Topspiel zwischen dem VfR Sulz und dem SV Wittendorf und hat auch am Sonntag jeweils ab 14.30 Uhr zahlreiche interessante Begegnungen zu bieten. Unter anderem kreuzen der SV Gültlingen und die SG Felldorf/Bierlingen die Klingen.

 

Die Gültlinger führten eine gewisse Zeit lang die Rangliste an, ließen zuletzt aber beim 0:2 in Baiersbronn und beim 1:4 in Wittendorf Federn und sind zurückgefallen. Mit dem Team aus Felldorf und Bierlingen kommt ein vermeintlicher Gegner auf Augenhöhe, der nur einen Zähler weniger als die mit 29 Toren treffsicherste Offensive der Staffel holte. In den beiden bisherigen Aufeinandertreffen gab es jeweils Heimsiege. Die SG Felldorf/Bierlingen setzte sich im Vorjahr im Hinspiel mit 5:0 durch, wohingegen den SV Gültlingen dank des goldenen Treffers von Julian Göppert Mitte Mai ein 1:0 gelang.

Die Mannschaft der Stunde

Nach dürftigem Saisonstart machte der VfL Nagold II zuletzt mit einem 2:1 bei der SG Oberreichenbach/Würzbach und einem 3:2 bei Grün-Weiß Ottenbronn positiv von sich reden. Mit den SF Gechingen kommt allerdings die Mannschaft der Stunde, die vor allem in der Offensive momentan glänzt und nach drei Siegen in Reihe die Tabellenführung inne hat. Zuletzt gab es ein 4:1 in Ottenbronn, der SV Wittendorf wurde mit 3:2 nieder gerungen und der VfR Sulz mit 7:0 deklassiert. 

Nach drei Siegen hintereinander kann der SV Baiersbronn mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegen den SV Althengstett gehen, der in dieser Saison einfach noch nicht ins Rollen kommt.

Der Achtplatzierte SV Eutingen, der immer noch auf das erste Remis in dieser Spielzeit wartet, hat gegen das Schlusslicht TSV Möttlingen den siebten Saisonerfolg fest im Visier.

Herausragende Verteidigung

Tore en masse fallen bei Begegnungen mit Beteiligung der SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee, die als Zwölftplatzierter in die Partie gegen geht. 24 eigenen Treffern stehen 31 Gegentore gegenüber, mehr kassierte nur der Tabellenletzte TSV Möttlingen mit 33. Beim Duellanten 1. FC Altburg sieht es komplett anders aus. 18 Tore bedeuten die drittschlechteste Ausbeute aller Teams, obwohl der 1.FCA sich auf dem dritten Rang befindet, der in erster Linie auf einer herausragenden Verteidigungsarbeit fußt, denn die gerade einmal acht Gegentreffer suchen ihresgleichen.

Das Team aus Ottenbronn entwickelt sich immer mehr zum Sorgenkind, denn die Grün-Weißen sind mit einer Bilanz von zwei Siegen, drei Remis und sechs Niederlagen bei einem Torverhältnis von 16:23 auf den 14. Tabellenplatz durchgereicht worden. Auch beim Duellanten und Neuntplatzierten SG Dornstetten ist nicht alles Sonnenschein was glänzt. Es krankt vor allem in der Offensive, denn gerade einmal elf Treffer wurden erzielt, wohingegen die 17 Gegentreffer eine mehr als akzeptable Ausbeute sind.

Topspieler fallen aus

Dass ein Absteiger nicht automatisch zum engeren Favoritenkreis für einen Wiederaufstieg gehört ist am Beispiel TSF Dornhan zu sehen, denn der Ex-Landesligist befindet sich vor dem Spiel gegen den Tabellenzehnten SG Oberreichenbach/Würzbach auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Bei uns ist noch kein Stress aufgekommen und ich bin zuversichtlich, dass wir da hinten raus kommen, zumal auch die Weiterentwicklung der Spieler wichtig ist. Es stehen noch sehr viele Partien  in dieser Saison an. Jetzt schon auf die Tabelle zu schauen, ergibt nicht viel Sinn, das werde ich erst am letzten Spieltag machen“, erörtert der TSF-Kommandogeber Danilo Cristilli. „Wir haben eine neue und junge Mannschaft zusammen und haben mit vielen Kranken und Verletzten zu kämpfen, auch gegen die SG Oberreichenbach/Würzbach werden wieder drei Topspieler ausfallen“, benennt Cristilli die Gründe für den Sinkflug. „Wir möchten den Kader personell aufrüsten, am Liebsten schon zur Winterpause, auch wenn es in dieser schwer werden wird gute Spieler hinzuzuholen“, so Cristilli.  „Defensiv stehen wir schon sehr gut und auch ansonsten steigern uns von Woche zu Woche sowohl im Training als auch im Spiel.Wir werden immer mehr zu einer Mannschaft und agieren immer mutiger, müssen aber noch aggressiver werden und noch besser Lösungen finden“, analysiert Cristilli den bisherigen Saisonverlauf.