In der Schuttergasse in Münchweier sollen fünf Ferienwohnungen entstehen. Foto: Decoux

Das Vorhaben auf dem Troxler-Betriebsgelände in Münchweier stieß im Ettenheimer Bauausschuss auch auf Kritik.

Diskussionen über ein bauliches Vorhaben hatte es bereits im Ortschaftsrat Münchweier gegeben. Obwohl die vorgesehene Maßnahme im Bauausschuss eigentlich nur „zur Kenntnisnahme“ vorgesehen war, flammte sie auch noch einmal im Gemeinderatsausschuss auf.

 

Auf der Fläche des ehemaligen Troxler-Betriebsgeländes in der Schuttergasse, in dem sich das Kulturzentrum „Gallaghers Nest“ befand, sollen in Regie der Troxler-Tochter fünf zweigeschossige Ferienhäuser und ein Carport errichtet werden.

Dafür soll das bestehende Betriebsgebäude komplett abgebrochen werden.

Stefan Krattenmacher will Gesamtkonzept abwarten

Die Häuser sollen in Holzständerbauweise erstellt werden. Das Dach des Carports soll mit einer PV-Anlage belegt werden. Zuständige Fachbehörden haben dem Vorhaben bereits grünes Licht erteilt. Eine Bodenuntersuchung räumte laut Auskunft der Unteren Baurechtsbehörde Bedenken hinsichtlich eventueller Altlasten aus. Münchweiers Ortsvorsteherin Charlotte Götz begrüßt das Vorhaben. Für Münchweier sei das ein zusätzlicher Gewinn. Die bisherige Industriebrache sei nun wahrlich nicht besonders ansprechend gewesen. Stefan Krattenmacher (Grüne) äußerte sich kritisch zum Vorhaben.

Er plädierte dafür, das Vorhaben so lange auf Eis zu legen, bis ein bereits gegründeter Arbeitskreis für Gesamt-Ettenheim ein Ferienwohnungskonzept erstellt habe. Optisch gebe es in Münchweier entlang der L 103 ja schon mehrere wenig ansehnliche Gebäude. Da brauche es nun nicht auch noch diese Häuser in Holzbauweise.

Tourismus als Wirtschaftsfaktor

Einige Ratskollegen, Ortsvorsteherin Charlotte Götz, erst recht Bürgermeister Bruno Metz zeigten wenig Verständnis für die Einwände des Grünen-Stadtrats. Tourismus stelle einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Ettenheim dar, so Metz. Hier werde Gewerbe durch Gewerbe ersetzt, so Götz. Rein rechtlich gebe es überhaupt keine Handhabe, das Vorhaben zu verhindern, wies Michaela Schöffel (CDU) im Gleichklang mit der Verwaltung hin.

Eine Abstimmung war nicht erforderlich, da der Tagesordnungspunkt lediglich zur Kenntnis zu nehmen war.