Matthias Ginter (rechts) und der SC Freiburg stehen in Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal vor richtungsweisenden Wochen. Foto: Tom Weller/dpa

Mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV beginnt für den SC Freiburg die zweite Saisonhälfte. Es ist der Startschuss für richtungsweisende Wochen in drei Wettbewerben.

Körperliche Anpassungen an den deutschen Winter müssen am Samstag weder die Spieler des SC Freiburg noch die Gäste des Hamburger SV vornehmen. Denn im Gegensatz zu manch anderem Proficlub entschieden sich die beiden Teams gegen ein Wintertrainingslager in wärmeren Gefilden.

 

Stattdessen hieß es im Verlauf der ersten Trainingswoche des Jahres sowohl im Breisgau als auch in der Hansestadt: Fußball bei eisigen Temperaturen und Schnee. „In Hamburg sogar beinahe noch extremer“, sagte SC-Trainer Julian Schuster mit Blick auf das Winterchaos in den vergangenen Tagen, das auch vor der Bundesliga nicht Halt macht. Vor allem die Spiele im Norden des Landes stehen im Fokus, kurzfristige Absagen sind nicht komplett ausgeschlossen.

Soweit wird es in Freiburg aber wohl nicht kommen, auch wenn die Bedingungen am Samstagmittag (15.30 Uhr/Sky) genauso winterlich sein werden, wie in den vergangenen Tagen. Zumindest das Spielfeld im Europa-Park-Stadion dürfte aber zum Anpfiff weitgehend schneefrei und bereit für den Start der zweiten Saisonhälfte in der Bundesliga sein. Den Fans empfiehlt der Verein eine frühzeitige Anreise in Richtung Stadion.

HSV-Trainer will sich vom Winterwetter nicht beeinflussen lassen

Diesen Ratschlag dürften wohl auch die Gäste aus dem Norden beherzigen und bei der Anreise in Richtung Breisgau nichts dem Zufall überlassen. Davon beeinflussen lassen will sich Trainer Merlin Polzin jedoch nicht. „Wir nehmen die Bedingungen so an, wie sie sind, und sind in Freiburg auf warm und auf kalt vorbereitet“, sagte der HSV-Trainer schon mal vorsorglich mit Blick auf die äußeren Bedingungen.

Zeit zum Durchschnaufen ist vorbei

Auf dem Spielfeld dürfte es auf jeden Fall von Beginn an heiß hergehen. Denn Zeit zum gemächlichen Reinkommen ins Fußballjahr 2026 gibt’s für die Teams keine, bereits am Dienstag und Mittwoch endet die Hinrunde mit dem 17. Spieltag im Rahmen einer englischen Woche. Die dringend benötigte Zeit zum Durchschnaufen ist für den SC Freiburg also schon wieder vorbei, ab sofort geht es mit vier englischen Wochen am Stück Schlag auf Schlag weiter.

Vier englische Wochen am Stück warten auf den SC Freiburg

Bundesliga, Europa League und in einem Monat das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen Hertha BSC – die ersten Wochen des gerade erst begonnenen Jahres 2026 werden richtungsweisend. Viel Vorbereitungszeit darauf hatte Schuster mit seiner Elf nicht. In den Tagen nach dem Trainingsauftakt am 2. Januar standen eher allgemeine Themen im SC-Spiel auf der Agenda, danach startete die inhaltliche Vorbereitung auf das Duell mit dem Hamburger SV. „Diese Woche war eher eine normale Woche“, sagte Schuster mit Blick auf den Pflichtspielauftakt.

Cyriaque Irié kehrt direkt nach Afrika-Cup-Aus zurück nach Freiburg

Vor diesem hat SC-Coach Schuster personell die Qual der Wahl. Nachdem er vor Weihnachten noch auf den ein oder anderen Akteur verzichten musste, ist der Trainingsplatz nach der kurzen Winterpause wieder voll. „Es konnten alle mittrainieren“, so Schuster und freute sich auch, dass Cyriaque Irié beim Afrika-Cup mit Burkina Faso Spielpraxis sammeln konnte. Da Irié mit seinem Land am Dienstag ausschied, wurde er am Donnerstag zurück in Freiburg erwartet.

Ob der Neuzugang, der nach einer Malaria-Infektion fast die gesamte Hinrunde ausfiel, mit Blick auf die zurückliegende – und kommende – Belastung direkt am Samstag gegen den Aufsteiger aus Hamburg wieder auf dem Platz stehen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Schuster kann in den kommenden Wochen wieder mit dem Offensivmann, der im Sommer für etwa 8,5 Millionen Euro aus der zweiten französischen Liga kam, planen.

Das sagt Julian Schuster über den Hamburger SV

Am Samstag rechnet der SC-Coach mit einem „sehr variabel“ spielenden Gegner, was es schwierig mache, „gegen sie defensiven Zugriff zu bekommen“, so Schuster. Und: „Ich glaube schon, dass sie inzwischen in der Liga angekommen sind.“