Bürgermeister Bodo Lange (links) und Wehr-Kommandant Dominik Kässinger (rechts) führten Yannick Bury durch die Gerätehäuser. Hier stehen sie im neuen Gebäude in Meißenheim. Foto: Wolf

Meißenheim hat schon ein modernes Feuerwehrgerätehaus, Kürzell soll es noch bekommen. Der CDU-Abgeordnete Yannick Bury verschaffte sich vor Ort einen Eindruck.

Die Gemeinde hat in beiden Ortsteilen ein Feuerwehrgerätehaus. Angesichts der Distanz zwischen Meißenheim und Kürzell ist das notwendig, um in Notfällen rechtzeitig ausrücken zu können.

 

Das Problem: Während das Gerätehaus am Ortseingang von Meißenheim modern und für die Zukunft gerüstet ist, ist der Kürzeller Bau sehr in die Jahre gekommen. Für die Verwaltung steht fest: Ein Neubau muss her. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Yannick Bury stattete der Gemeinde einen Besuch ab, um sich in Sachen Feuerwehr auf den neusten Stand bringen zu lassen.

Die erste Station am Freitagvormittag war das 2021 fertiggestellte Feuerwehrgerätehaus in Meißenheim. Bürgermeister Bodo Lange lobte beim Rundgang mit Wehr-Kommandant Dominik Kässinger durch die einzelnen Räume den Standort. „Wir haben hier ein richtig tolles Projekt hinbekommen“, erklärte Lange.

Moderne Infrastruktur hilft bei Nachwuchsgewinnung

Auch mit Blick auf die Kosten von 1,3 Millionen Euro: „Wir haben das Optimale herausgeholt.“ Der Rathauschef lobte die Einstellung der Wehr, die sich der angespannten Finanzlage der Kommune bewusst ist. „Wir haben bewusst auf die hochmoderne Technik verzichtet – ein zweckmäßiges Gebäude“, so Feuerwehrkommandant Kässinger. Er hob zudem einen weiteren Vorteil der Modernisierung hervor: die Nachwuchsgewinnung. Das Interesse an der Jugendfeuerwehr sei durch die Modernisierung deutlich gestiegen.

Vom Vorzeigeprojekt ging es direkt im Anschluss 3,8 Kilometer weiter zum Gerätehaus in Kürzell. Das alte Gebäude ist klein, in der Fahrzeughalle wenig Platz. Eine richtige Umkleide für die Wehrfrauen gibt es auch nicht. Kurzum: Es ist aus der Zeit gefallen, ein Neubau soll kommen. Die Gemeinde sei schon auf Standortsuche. Spruchreif ist jedoch noch nichts, erklärte Lange dem Abgeordneten. Teurer als der Bau in Meißenheim wird es aber. Standards, aber auch Baukosten sind gestiegen. Zwei Millionen Euro werden es sicherlich, vermutet Lange. Hierbei profitiert Meißenheim vom sogenannten Sondervermögen für die Infrastruktur (siehe Info).

Geld vom Bund

Aus dem Sondervermögen kommen in Meißenheim rund 2,5 Millionen Euro an – für Infrastruktur. Ein Großteil soll in das neue Kürzeller Feuerwehrgerätehaus fließen. Bury lobte dabei das Land Baden-Württemberg, welches als eines der wenige Länder den allergrößten Teil der Gelder an die Kommunen weitergebe. Zudem räume das Land den Gemeinden die „größtmögliche – haushaltsrechtlich vertretbare – Freiheit“ ein, was die Verwendung der Finanzspritze angehe.