Mit Michael Schwald und Urs Keser hören zwei Gesichter der Bezirksliga Hochrhein im Sommer auf.
Die beiden Übungsleiter verfolgen mit ihren Mannschaften in der Rückrunde unterschiedliche Ziele.
FC Schlüchttal (9.) - FC Zell (3.); Sa.; 16 Uhr: Die Abschiedstour von Michael Schwald beim FC Zell beginnt an diesem Wochenende mit einem schweren Auswärtsspiel gegen Schlüchttal. Der 55-Jährige wird nach mehr als acht Jahren - mit einjähriger Unterbrechung - das Zepter an der Seitenlinie im Sommer an seinen Co-Trainer Dirk Tegethoff und Ex-Spieler Kevin Weiß weiterreichen.
Ob es zum Abschluss mit dem Aufstieg klappt? Sechs Punkte fehlen auf den Relegationsplatz zwei. „Der Aufstieg wäre natürlich nochmal eine schöne Sache. Doch in unserer Situation mit dem Abstand wird das auch etwas schwierig. Dessen sind wir uns schon bewusst“, sagt Schwald, der sich freut, dass ihm in der Rückrunde durch Neuzugänge nun in der Breite mehr Spieler zur Verfügung stehen. „Wir sind gut beraten, unsere Hausaufgaben zu erledigen und dann schauen wir, was dabei herauskommt.“
SV Herten (10.) - FC Schönau (4.); Sa.; 16 Uhr: In Herten werden zunächst einmal „kleine Brötchen gebacken“. Größere Ziele als den Klassenerhalt stellt Trainer Sascha Rueb nicht. „Bis wir da nicht raus sind, gibt es auch keine anderen Themen. Weiter oben möchte ich nicht ansetzen. Das würde keinen Sinn ergeben. Wir haben aber schon die Qualität, um ins Tabellenmittelfeld zu rutschen.“
Doch die Lage ist tückisch. „Wenn man mal da unten drin steckt, ist es nicht so leicht, da auch wieder herauszukommen. Die Teams von hinten machen auch gut Druck.“ Rueb: „Es ist wichtig, in den ersten vier Wochen so viele Punkte zu holen wie möglich, um dann auch etwas ruhiger arbeiten zu können.“
Der Kader beim SVH bleibt klein. Julian Jäger befindet sich etwa noch im Aufbau, Antonio di Pasquale fällt lange mit einem Kreuzbandriss aus und Alessio Barandun verabschiedet sich zwei Monate nach Thailand. „Daher wollen wir auch jüngere Spieler aus der zweiten Mannschaft heranführen.“
Der viele Schnee machte dem FC Schönau zu Beginn der Vorbereitung mächtig zu schaffen. „Da haben wir nur außerhalb des Platzes laufen können“, berichtet Trainer Manfred Knobel. „Und seit der Schnee weg ist, haben wir mit vielen Kranken und Verletzten zu kämpfen.“ Den vierten Tabellenplatz, mit dem die Schönauer so manch einen überrascht haben, soll im besten Fall dennoch verteidigt werden. „Das ist ein riesengroßes Ziel. Wir haben vor, diesen auch zu halten.“
FC Wehr (8.) - SV Waldhaus (13.); So.; 15 Uhr: „Wir werden am Sonntag sehen, wo wir stehen“, sagt Wehrs Trainer Urs Keser nach einer durchwachsenen Vorbereitung. „Oberste Priorität hat, dass wir die Teams auf den Abstiegsplätzen nicht näher an uns herankommen lassen. Nach oben schauen wir sicherlich nicht. Ich würde mich gerne mit einem einstelligen Tabellenplatz verabschieden.“
Keser wird nach dieser Saison als Trainer in Wehr aufhören. „Ich freue mich auf die 16 Spiele, die noch kommen und hoffe, dass ich die letzten Spiele auch noch genießen kann.“ Motiviert ist der Familienvater aber noch immer. „Es kribbelt immer noch, wenn es um Punkte geht. Das spüre ich jetzt schon auch.“