Offenburg hält auch weiterhin am Weihnachtsmarkt fest. Anders als beim "weihnachtlichen Offenburg" im vergangenen Jahr, wird es ein gastronomisches Angebot jedoch nur nach Einlasskontrolle auf dem Marktplatz geben. Archivfoto: Braun Foto: Braun

Die Planungen für die Weihnachtsmärkte in der Ortenau laufen auf Hochtouren. Formal können diese auch während der "Alarmstufe" stattfinden – mit strengen Auflagen.

Die Planungen für die Weihnachtsmärkte in der Ortenau laufen auf Hochtouren. Formal können diese auch während der "Alarmstufe" stattfinden – mit strengen Auflagen. Doch wie reagieren die Veranstalter auf die sich zuspitzende Lage?

Ortenau - Es ist paradox: Großveranstaltungen – konkret Weihnachtsmärkte – sollen auch während der "Alarmstufe" mit Auflagen möglich bleiben. Das bestätigte Sozialminister Manfred Lucha am Dienstag gegenüber der Presse. Gleichzeitig halten Gesundheitsämter und Ärzteschaft die Bevölkerung an, auf private Feiern zu verzichten und Kontakte möglichst zu beschränken. Unsere Redaktion hat bei Ortenauer Städten und Gemeinden nachgefragt, wie es weitergeht.

Offenburg:

"Im Moment wird alles wie bisher weiter geplant", teilt die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Starten soll dort der Weihnachtsmarkt bereits am Montag, 22. November. Geöffnet sind die Buden täglich von 11 bis 21 Uhr. Auf dem Marktplatz ist ein umzäunter Bereich mit rund 30 Marktständen, einer Bühne und Essensständen sowie eine Eisbahn geplant. Dort gilt in der Alarmstufe die 2 G-Regel. Masken sind Pflicht – wenn nicht gerade gegessen und getrunken wird. "Wir halten uns komplett an die Vorgaben", betont Stefan Schürlein vom Fachbereich Wirtschaft, Marketing und Kommunikation.

 Rust:

In der Europa-Park-Gemeinde steht der Thomasmarkt, der für den 21. Dezember angesetzt worden war, noch auf der Kippe. "Man muss auf das Infektionsgeschehen achten", erklärte Pressesprecher Mirko Masen auf Nachfrage unserer Redaktion. Zudem werde man die Reaktionen auf andere Weihnachtsmärkte abwarten. Die Gemeinde sei auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Da der Markt wichtig für die Gemeinde sei, wolle man ihn nicht von vornherein absagen. Zudem sei es komisch, wenn der Thomasmarkt abgesagt ist, sich einige Hundert Meter weiter jedoch die Massen auf dem Weihnachtsmarkt des Europa-Parks tummeln.

Haslach:

Der Haslacher Weihnachtsmarkt ist für Samstag, 27. November, geplant. Von 9 bis 16 Uhr sollen in der Altstadt allerlei weihnachtliche Waren den Besitzer wechseln. Das Konzept sieht bisher bereits Zugangskontrollen zu. Ob er stattfindet, ist jedoch offen. Angelika Spitzmüller, Vorsitzende des Haslacher Pfarrgemeinderats, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, die Organisatoren wollten die Entscheidung der Landesregierung abwarten, die sie am Mittwoch erwartet.

Hornberg:

Beate Brohammer, Leiterin der Tourist-Info Hornberg, ist optimistisch, denn der Hornberger Weihnachtsmarkt wurde schon von Anfang an als "Burgweihnacht" geplant. Der Bereich auf dem Schlossberg ist leicht abzusperren, die beiden Eingänge werden kontrolliert. Das Gelände ist groß. Die Burgweihnacht soll am Freitag, 3. Dezember, von 18 bis 21 Uhr und am Samstag, 4. Dezember, von 11 bis 21 Uhr stattfinden. Das Hygienekonzept wird den neuen Regeln entsprechend überarbeitet.

 Vogtsbauernhof:

Auch für den Weihnachtsmarkt im Gutacher Freilichtmuseum vom 10. bis 12. Dezember, Freitag und Samstag von 16 bis 21 Uhr und Sonntags von 13 bis 20 Uhr wird das Hygienekonzept noch einmal den aktuellen Regelungen entsprechend angepasst, informiert Tamara Schwenk vom Museum. Der einzige Eingang wird von Security kontrolliert. An den Ständen gibt es Spülmaschinen, das Geschirr kann also hygienisch gereinigt werden. n Meißenheim/Ottenheim: "Adventliche Hofmärkte" heißt die Alternative der Vereinsgemeinschaft Meißenheim zum großen Weihnachtsmarkt: Interessierte können am Samstag, 20. November, von 14 bis 18 Uhr in drei Höfen einen Adventsmarkt erleben. "Zum zweiten Mal nichts veranstalten – das wollten wir nicht", sagt Organisatorin Hildegard Kern. Ähnlich werde es in Ottenheim ablaufen. Mit einem "Wander-Wintermarkt" soll verhindert werden, dass der "Odner Wintermarkt" komplett ausfällt. Ebenfalls am Samstag, 20. November, werden an zwölf Stationen in Höfen "Leckeres aus Küche und Keller sowie selbst hergestellte weihnachtliche Dekoartikel und Geschenke zum Verkauf angeboten", so Ortsvorsteherin Silke Weber. Jeder Besucher werde in einer Station registriert und könne dann alle Stationen besuchen. 

Dundenheim:

"Nach wie vor ist der Dundenheimer Adventsmarkt geplant", antwortet Organisatorin Nathalie Schreiber auf Nachfrage unserer Zeitung. Man stütze sich aber natürlich auf die Empfehlungen des Landes. Geplant ist der Markt am Freitag, 26. November, von 17 bis 22 Uhr bei der Lindenfeldhalle in Dundenheim. An den zwei Ein- und Ausgängen werden 3 oder 2 G-Nachweise (je nach Einstufung) kontrolliert. Das Tragen der Maske ist Pflicht.

Nicht stattfinden wird der beliebte Adventstreff in Lahr. Die strengen Auflagen seien zu viel für die Marktbeschicker, teilte die Lahrer Werbegemeinschaft bereits Ende Oktober mit – noch lange vor der aktuellen Verschärfung der Regeln. Der Adventstreff wird zum zweiten Mal in Folge wegen der Corona-Pandemie entfallen.