Die Diskussion über den künftigen Standort der Feuerwehr ist beendet.
Für dieses Ende sorgte eine Machbarkeitsstudie des Architekturbüros „kplan“ aus Abensberg bei Regensburg, welche von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben worden ist. Und dies ist das Ergebnis.
„Florian Trossingen“ kann künftig vom bisherigen Standort an der Ecke Heinz-Mecherlein-Straße und Hürstenstraße ausrücken. Das Büro hat sich auf den Bau und die Sanierung von Feuerwehrgerätehäusern und Hallenbäder spezialisiert.
Architekt Hans-Peter Kirchmann, Gründer des Büros, stellte dem Gemeinderat die Erweiterungsplanungen vor und zeigte sich zufrieden, dass es möglich ist, die Feuerwehr zukunftsfähig aufzustellen, ohne dass ein kompletter Neubau notwendig ist.
Weil die Stadt das Grundstück einer Tierarztpraxis in der Nachbarschaft des Feuerwehrgerätehauses erworben hat, ist es möglich, alle benötigten Gebäude auf dem bisherigen Areal unterzubringen, wobei bis auf die bestehende Gerätehalle die meisten Altbauten abgerissen werden müssen, weil die den Anforderungen von Arbeitsschutz und Sicherheit nicht mehr genügen.
Im Moment können zwar alle Fahrzeuge im Gerätehaus untergebracht werden, es mangelt aber beispielsweise an Sozial- und Schulungsräumen. In einem der künftigen Besprechungsräumen könnte, wie Bürgermeisterin Susanne Irion feststellte, auch ein kommunales Lagezentrum bei einem größeren Schadensereignis oder einer Katastrophe eingerichtet werden.
Mangelhaft ist beim jetzigen Gerätehaus beispielsweise die Trennung zwischen verschmutzter und frischer Kleidung, verschmutzten und gereinigten Gegenständen. Das neue Hauptgebäude wird auf dem Gelände der Tierarztpraxis gebaut, es umfasst Umkleiden, Schleuse, Sanitär, Funkraum, Besprechungsraum und Kleiderkammer sowie zwei getrennte Türen zu den Umkleiden Damen und Herren. Neben den acht Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge in der „alten“ Halle entstehen im Neubau auf 237 Quadratmeter Fläche vier weitere Stellplätze.
Der Plan
Links von der bestehenden Fahrzeughalle sind im Erdgeschoss das Gerätelager, Atemschutz- und Schlauchwerkstatt, Wasch- und Instandsetzungshalle untergebracht. Gegenüber, im Neubau über den Umkleideräumen, sind im Obergeschoss Schulungs- und Bereitschaftsräume, Lager, Küche und eine kleine Dachterrasse vorgesehen, aber auch Büros mit flexiblen Arbeitsplätzen, Sportraum und Toiletten. Draußen stehen 39 Parkplätze zur Verfügung und eine 252 Quadratmeter großer Übungshof. Dass die bestehende Fahrzeughalle erhalten bleiben kann, wirke sich günstig auf die Kosten aus, so der Architekt, der bekannte: „Wenn möglich, bevorzuge ich eine Sanierung vor einem Neubau“.
Nachdem nun die Grundsatzfrage geklärt ist, ist die Umsetzung weit weniger konkret. In Anbetracht der finanziellen Situation und der geplanten Schul-, Kindergarten- und Rathausbauvorhaben ist die Investition in das Feuerwehrgebäude nicht mehr im laufenden Planungszeitraum bis 2029 enthalten, das heißt: er würde frühestens im Jahre 2030 umgesetzt.
„Wir kommen mit der jetzigen Lösung noch einige Jahre klar, das ist der Feuerwehr auch bewusst“, erklärte Bürgermeisterin Susanne Irion. Zumal die Stadt in den letzten vier Jahren auch jedes Jahr ein neues Fahrzeug angeschafft oder in das Gebäude investiert hat. Die Kosten für die Sanierung und den Neubau belaufen sich zu heutigen Preisen auf rund zwölf Millionen Euro und werden voraussichtlich zum Zeitpunkt des Baus in den 2030er-Jahren höher liegen. Exakt betragen sich nach Berechnung des Architekturbüros 11,8 Millionen Euro für das Gebäude und 120 000 Euro für Container, in die während der Bauzeit Schlauchwerkstatt und Feuerwehrtechnik einquartiert werden. Landeszuschüsse können von maximal 20 Prozent zu erwartet werden.