Nein, dieses Auto stand auf dem Trödlermarkt nicht zum Verkauf. Trotz Halteverbot seit mehreren Tagen stand am Samstagmorgen das Fahrzeug immer noch in der Bahnhofstraße, der Halter konnte aber nicht erreicht werden. Zum Glück konnte der Händler, der eigentlich an dieser Stelle seinen Stand aufbauen wollte, noch einen anderen Standort finden. Foto: Stefan Heimpel

Auf ein friedliches Wochenende trotz zweier Großveranstaltungen mit vielen Besuchern blickt der Gemeindevollzugsdienst und die Polizei. Kleine Zwischenfälle gab es trotzdem. So wurde eine Uhr gestohlen und und Falschparker beschäftigten die den Gemeindevollzugsdienst.

Gleich zwei Großveranstaltungen gab es am Wochenende in Furtwangen, den Trödlermarkt mit Stadtfest sowie die Antik-Uhrenbörse. Trotz Tausenden von Besuchern bei beiden Veranstaltungen gab es nicht viel zu tun für Polizei und Gemeindevollzugsdienst. Gemeldet wurde ein Diebstahl auf der Uhrenbörse, und der Gemeindevollzugsdienst hatte es mit einigen Falschparkern zu tun.

 

Die Antik-Uhrenbörse, dieses Jahr erstmals im Otto-Hahn-Gymnasium (OHG), ist mit ihren wertvollen Uhren natürlich ein Ziel für Diebe. In diesem Jahr wurde am Samstag ein Diebstahl einer Rolex im Wert von 20 000 Euro gemeldet.

Wie die Polizei mitteilt, werden zwei Männer verdächtigt. Einer von ihnen soll den 67-jährigen Verkäufer abgelenkt haben, während ein anderer die wertvolle Uhr aus einem Schaukasten stehlen konnte. Die Polizei konnte lediglich den Komplizen festnehmen, die Uhr konnte bislang nicht aufgefunden werden.

Entspannte Stimmung

Etwas mehr zu tun hatte Hermann Fengler mit seinem Mitarbeiter im Umfeld von Trödlermarkt und Stadtfest. Bereits um 4.30 Uhr war Dienstbeginn für die beiden vom Furtwanger Ordnungsamt. Bei „tollem Wetter“, so Hermann Fengler, sei beim Aufbau die Stimmung bei den Marktteilnehmern entspannt gewesen. Auch die Falschparker auf dem Marktgelände waren in diesem Jahr kein großes Problem. Ein geparktes Auto musste jedoch per Abschleppdienst entfernt werden, nachdem die Verbindung zum Besitzer des Fahrzeugs nicht hergestellt werden konnte. Das Auto belegte den Platz für die Schienenführung der Dampfeisenbahn vor der Volksbank. Hier gab es keine Alternative. Das Fahrzeug musste entfernt werden, sonst hätte die Dampfeisenbahn nicht fahren können.

Drehleiterfahrt am Morgen

Ein zweiter Falschparker, den man ebenfalls nicht erreichte, stand mit seinem Fahrzeug in der Eisenbahnstraße. Hier musste allerdings nicht abgeschleppt werden, da kurzfristig für den Händler, der hier seinen Stand aufbauen wollte, ein neuer Standort gefunden werden konnte. Es gab allerdings eine gebührenpflichtige Verwarnung für Parken mit Behinderung.

Fast schon legendär war, so Hermann Fengler, die Fahrt mit der Feuerwehr-Leiter durch das gesamte Marktgebiet. Jedes Jahr zu Beginn des Markts wird hier ganz praktisch mit dem großen Fahrzeug der Feuerwehr überprüft, ob im Notfall alle Bereiche in der Stadt durch die Feuerwehr erreicht werden können. Die Notwendigkeit dieser Kontrolle wurde einmal mehr unterstriche: An drei Engstellen musste der Aufbau der Stände korrigiert werden.

Genügend Parkflächen

Die Halteverbot-Regelung in der Wilhelmstraße wurde ebenfalls kontrolliert. Hermann Fengler machte deutlich, dass auch am späten Vormittag rund um die Innenstadt noch genügend Parkflächen zur Verfügung standen. Es gab also keine Notwendigkeit in der für den Durchgangsverkehr wichtigen Wilhelmstraße zu parken. Ein Schild beinhalte eine Regelung, für die es einen guten Grund gebe, so Hermann Fengler: Diese zu ignorieren und zu missachten, führe oft zur Störung des reibungslosen Ablaufs und gefährde die Sicherheit und Ordnung. So wurde in diesem Bereich eine Kollision mit einem Autospiegel gemeldet. Auch hier gab es für die Falschparker gebührenpflichtige Verwarnungen.

Viele Passanten zeigten sich laut Hermann Fengler erstaunt über die Ignoranz der Falschparker trotz der vielen Halteverbotsschilder.

Beim Stadtfest war Hermann Fengler mit seinen Kollegen und Security bis in die Nacht hinein im Einsatz. Hier waren alle in Feierlaune und friedlich. Nicht zuletzt betonte Hermann Fengler die gute Zusammenarbeit mit der Polizei.