Was ist der beste "Dornstetter Trip-Tipp"? Nach dem Ende des Ideenwettbewerbs tagt jetzt die Jury. Foto: Stadt Dornstetten

Wie kann man Dornstettens Angebot für Tagesgäste und Ausflüge attraktiver machen? 116 Vorschläge haben die Dornstetter und alle, die sich als solche fühlen, im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Dornstetter Trip-Tipp" eingereicht. Damit haben sie schon einmal die Stadtwette gewonnen.

Dornstetten - Bürgermeister Bernhard Haas und Ellen Brede, Leiterin der Tourist-Information, freuen sich. 100 Einsendungen hatte sich die Stadt im Ideenwettbewerb um ihr Angebot für Tagesgäste und Ausflüge erhofft und dazu eine Stadtwette ausgerufen: Erreichen die Bürger diese Zahl, gibt es eine Schaukelbank für einen von Dornstettens Aussichtspunkten.

Doch bei dem Ideenwettbewerb ist weit mehr zusammengekommen, als eine Sammlung von Ausflugstipps, wie die Stadtverwaltung nun mitteilt. "Wir haben einen neuen Blick auf unsere Stadt erhalten. Vor allem auf Ecken, die wunderschön sind und die jeder von uns seinen persönlichen Gästen bei einem Besuch zeigen würde. Dies sind genau die Ecken, an denen man im Alltag eventuell vorbeiläuft, die aber für unsere Gäste und Besucher neu und besonders sind", erklärt Ellen Brede.

Unter verschiedenen Hashtags konnten die Teilnehmer über soziale Medien, Postkarten, aber auch telefonisch oder per E-Mail Tipps zu Aktivitäten und Angeboten geben. "Natürlich ist viel Bekanntes dabei", berichtet Ellen Brede. Die Angebote rund um den Marktplatz, der Barfußpark, die Königskanzel und dergleichen waren auch im Ideenwettbewerb beliebte Nennungen. "Aber die eingereichten Tipps haben uns gezeigt, wie wir unsere Angebote neu verknüpfen und interessante Pakete daraus schnüren können", so die Leiterin der Tourist-Information.

Von Einzelideen zu fertigen Erlebnispaketen

Die Möglichkeiten, so habe der Ideenwettbewerb gezeigt, seien vielfältig: Der Bahnhaltepunkt Dornstetten mit freiem Blick auf die Altstadt wurde etwa als "Selfie-Point" zum Auftakt oder Abschluss des Besuchs vorgeschlagen. Für gemütliches Verweilen bietet sich nicht nur ein Picknick am Weißen Weg an, sondern beispielsweise auch eine literarische Pause am Lyrikbaum. Und das sind nur drei der insgesamt 116 Ideen.

Für fünf Zielgruppen konnten Tipps eingereicht werden: Jugendliche, Familien, Geschäftsreisende, Senioren oder Tagesgäste. Zu jeder Zielgruppe tagt nun eine Jury aus Gastgebern, Gästeführern, Tourismusexperten und Zielgruppenvertretern. Die Laufzeit des Wettbewerbs selbst war angesichts der kontinuierlichen Einsendung von Ideen nochmals um eine Woche verlängert worden. Ende Juni sollen die besten Einsendungen gewählt sein, dann folgt die Preisverleihung für den besten "Dornstetter Trip-Tipp".

Im Juli wird schließlich die Steuerungsgruppe der Entwicklungsoffensive die nächsten Schritte diskutieren. Die Überarbeitung des touristischen Profils und der Tourismuskonzeption ist eine Kernmaßnahme im Rahmen der Entwicklungsoffensive Dornstetten. Aus den eingereichten "Trip-Tipps" soll ein neues Angebot für die wachsende Zahl an Tagestouristen und Ausflugsgästen in Dornstetten entwickelt werden. "Dann geht es darum, die eingereichten Ideen zu fertigen Erlebnispaketen zu verknüpfen", erklärt Ellen Brede. Um diese Aufgabe werden sich die Fachleute im Team der Tourist-Information kümmern, und die Steuerungsgruppe wird den Prozess beratend begleiten.

Außerdem darf sich die Stadtverwaltung nun noch an die Planungen für die Schaukelbank machen, die die Bürger mit der Stadtwette gewonnen haben. Wo die Bank stehen wird? "Wir planen noch, aber auch dazu finden wir eine gute Idee", ist Bürgermeister Bernhard Haas sicher.

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