Damit die Trinkwasserversorgung auch für künftige Generationen gesichert ist, möchte die Stadt Vöhrenbach in die Infrastruktur investieren. (Symbolfoto) Foto: © gemenacom - stock.adobe.com

Wie kann die Vöhrenbacher Wasserversorgung zukunftsfähig aufgestellt werden? Diese Frage beschäftigte nun den Gemeinderat. Dabei zeigte sich: Ein Teil der Infrastruktur ist deutlich in die Jahre gekommen. Manches soll saniert, anderes neu gebaut werden.

Ein komplexes und wichtiges Thema für die kommenden Jahre ist in Vöhrenbach die Wasserversorgung und die anstehende Erneuerung von Hochbehältern. Darüber sprach der Gemeinderat.

 

Im Vorfeld der Sitzung hatten die Räte bereits die Hochbehälter Burg und Burgweg besichtigt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass inzwischen Sanierungen von Hochbehältern nicht mehr bezuschusst werden – lediglich für Neubauten gibt es Förderungen. Damit muss das Konzept Wasserversorgung 2040, im Jahr 2017 durch die Bit Ingenieure vorgelegt, entsprechend überarbeitet werden.

Nach Auffassung der Aquavilla, welche im Auftrag der Stadt die Hochbehälter und die Wasserversorgung betreibt, müssen vor allem die Planungen für die Hochbehälter Hagenreute, Burg und Burgweg hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit überprüft werden.

Erste Maßnahmen aus dem Konzept von 2017 wurden bereits umgesetzt. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Verbundleitung mit Furtwangen. Stillgelegt wurde inzwischen der Hochbehälter Winterberg; in diesem Jahr folgt auch der Hochbehälter Hagenreute. Aufgrund der aktuellen Zuschuss-Situation sollte man – so wurde es in der Sitzung besprochen – die Hochbehälter besser nicht sanieren, sondern stattdessen einen Neubau planen, der im Bereich Friedhof/Herzogenweilerstraße entstehen könnte. Für diesen Standort spricht auch, dass bei der Sanierung der Krankenhausstraße die Wasserleitung deutlich verstärkt wurde.

Wasserwerk: Bausubstanz gut, Technik veraltet

Das Ganze müsste dann in ein Gesamtkonzept eingearbeitet werden, bei dem das Wasserwerk Eck als zweites Standbein wichtig ist. Albert Schwörer (BWV) merkte allerdings an, dass der Zustand dieses Wasserwerks nicht gut sei. Dies treffe jedoch nur auf die Technik zu, die komplett veraltet sei, wurde in der Sitzung deutlich gemacht. Die Gebäudesubstanz des Wasserwerks sei gut.

Realisierung in kommenden fünf Jahren

Daher soll nun in einem ersten Schritt der Hochbehälter Eck saniert werden. Anschließend folgt die Planung für den neuen Hochbehälter und der Zuschussantrag. Eine Realisierung ist in den kommenden fünf Jahren denkbar.

Martin Schneider (CDU) fragte noch an, ob die stillgelegten Hochbehälter zurückgebaut werden sollen. Das ist nicht geplant. Vielmehr können die ausgedienten Hochbehälter als Wasserreserve für Löschwasser genutzt werden.