Bereits im vergangenen Jahr sorgte der hohe Kalkgehalt im Oberndorfer Leitungswasser für Aufregung und Ärger. Tritt das Problem jetzt erneut auf? (Symbolbild) Foto: Schnekenburger

Chlorgeruch und zu viel Kalk – Bürger haben Fragen zur Trinkwasserversorgung in Oberndorf. Die Stadt hat jetzt reagiert.

In den vergangenen Tagen haben einzelne auf einen auffälligen Chlorgeruch sowie eine verstärkte Verkalkung des Trinkwassers hingewiesen. Die Stadt Oberndorf habe die Hinweise gemeinsam mit der badenovaNETZE GmbH sowie dem Zweckverband Wasserversorgung Kleiner Heuberg geprüft, teilt die Stadt jetzt mit.

 

Nach Rückmeldung der Fachstellen bestehe aktuell „kein Anlass zur Sorge hinsichtlich der Trinkwasserqualität.“ Das Trinkwasser werde im Wasserwerk Mühlberg nach der Aufbereitung kontrolliert desinfiziert. „Die gemessenen Chlorwerte lagen zuletzt zwischen 0,12 und 0,17 Milligramm pro Liter und damit deutlich innerhalb der gesetzlich zulässigen Grenzwerte. Auch bei zusätzlichen Messungen vor Ort in der Teckstraße und Hölderlinstraße konnten keine gesundheitlich bedenklichen Werte festgestellt werden“, erklärt Pressesprecherin Jasmin Rapp.

Gründe für Chlorgeruch

Nach Einschätzung der Fachabteilungen könne ein zeitweise wahrnehmbarer Chlorgeruch entstehen, wenn chlorhaltiges Frischwasser mit länger stehendem Wasser in Hausinstallationen oder Leitungsabschnitten in Kontakt komme. Dies könne beispielsweise bei selten genutzten Wasserleitungen, Gartenanschlüssen oder Wasserfiltern auftreten. „Der hierbei entstehende Geruch – vergleichbar mit dem Geruch in einem Schwimmbad – ist gesundheitlich unbedenklich“, heißt es in der Pressemitteilung.

Zur weiteren Optimierung würden die betroffenen Leitungsbereiche zusätzlich gespült und überwacht. „Gleichzeitig wird empfohlen, auch innerhalb der eigenen Hausinstallation regelmäßig Wasser laufen zu lassen und selten genutzte Leitungen zu spülen“, so Rapp.

Auch die angesprochene Wasserhärte sei überprüft worden. Die Gesamthärte des Trinkwassers liegt derzeit demnach bei etwa 14,7 bis 15,2 Grad dH und befinde sich damit im üblichen Bereich: „Störungen oder Ausfälle an der Enthärtungsanlage beziehungsweise am Wasserwerk des Zweckverbands Kleiner Heuberg sind aktuell nicht bekannt.“

Die Stadt Oberndorf nehme die Hinweise aus der Bevölkerung ernst und stehe hierzu weiterhin im engen Austausch mit den zuständigen Fachstellen.

Bei anhaltenden Auffälligkeiten bittet die Stadtverwaltung um konkrete Hinweise unter Angabe der betroffenen Straße beziehungsweise des Wohngebiets, damit gezielte Prüfungen durchgeführt werden können.