Fragen haben die Oberndorfer Stadträte jüngst zum Thema Trinkwasser aufgeworfen. Manche beklagen Chlorgeschmack, andere den Härtegrad.
Chlorgeschmack im Trinkwasser beschäftigt derzeit einige Oberndorfer, wie Stadträte bereits im Verwaltungsausschuss berichteten. Ein Kritikpunkt an anderer Stelle ist derweil der Härtegrad.
Eine Geschmacksbelästigung gebe es laut „badenovaNETZE“ – sie betreibt das städtische Wasserwerk Mühlberg, das die Kernstadt, den Lindenhof und Altoberndorf versorgt sowie über den Zweckverband Heimbachwasserversorgung Beffendorf und Hochmössingen – häufig dann, wenn das zugegebene Chlor mit anderen organischen Stoffen im Versorgungsnetz reagiere, erklärte Bürgermeister Matthias Winter.
Wenn man wisse, welche Straßen konkret betroffen seien, könne man die entsprechenden Leitungen spülen. CDU-Stadtrat Wolfgang Hauser erklärte, es handle sich um die Hölderlinstraße und die Teckstraße.
Was die Härte angehe, so lägen die Werte aktuell bei 14,7 bis 15,2 Grad Deutsche Härte, was der geringsten Stufe entspreche, so der Bürgermeister. Die Anlage laufe störungsfrei, so die Info der Badenova. FWV-Stadtrat Dieter Rinker erinnerte daran, dass Boll, Bochingen und Aistaig ihr Trinkwasser vom Zweckverband Kleiner Heuberg erhalten. Von dort habe man noch keine Information erhalten, so Winter in der Gemeinderatssitzung.
Das Thema Härte ist kein komplett neues. Schon im Frühjahr 2025 übten Bürger Kritik, meinten, seit Monaten weise das Wasser einen hohen Kalkanteil auf, und befürchteten Schäden an Haushaltsgeräten.
Damals war der Härtegrad aufgrund technischer Störungen und Reparaturarbeiten an der Enthärtungsanlage im Wasserwerk in der Kernstadt, auf dem Lindenhof und Altoberndorf vorübergehend erhöht, wie die Stadt erklärte. Sie machte damals bei aller Kritik aber auch deutlich: Das abgegebene Trinkwasser – auch mit 20 Grad Deutscher Härte – entspreche nach wie vor den Kriterien der Trinkwasserverordnung.