Auf das neue Wasser freut man sich bereits jetzt in Bad Dürrheim. Ab 2025 soll es fließen. Foto: dpa//Lukas Schulze

Für viele Bürger der Kurstadt ist es eine ausgesprochen gute Nachricht – und doch bringt sie einen Wermutstropfen mit sich.

Den Schritt sehnen viele Einwohner förmlich herbei.

 

Denn dann wird in Bad Dürrheim und Brigachtal das ersehnte weiche Wasser aus den Wasserhähnen fließen.

Diese Konsequenz hat die Maßnahme

Damit wird das größte Projekt des Eigenbetriebs Wasserversorgung der letzten Jahrzehnte bald fertiggestellt. Durch die Inbetriebnahme des neuen Pumpwerks und der Verbesserung der Trinkwasserqualität steige grundlegend der Ressourcenbedarf im Eigenbetrieb Wasserwerk.

Dadurch müssten die Gebühren neu kalkuliert werden, vorgeschlagen wurden 2,80 Euro pro Kubikmeter, eine Erhöhung von 0,70 Euro. Für einen Vier-Personen-Haushalt komme somit pro Monat eine Mehrbelastung von 9,40 Euro.

„Im Vergleich zum Landesdurchschnitt dürften wir 2025 trotzdem darunter liegen“, gab Bürgermeister Jonathan Berggötz bekannt.

Viele Maßnahmen ins Auge gefasst

Im Erfolgsplan der Abwasserbeseitigung 2025 solle die Kanalisierung wieder in den Vordergrund gestellt. Hierfür werde mit einem Sanierungsvolumen von 200 000 Euro gerechnet. Für die Sanierung von zwei weiteren Pumpen auf dem Adlerplatz weiter 160 000 Euro. Durch die gestiegenen Aufwendungen betrage das Volumen rund 3,25 Millionen Euro.

Geplant ist ein Verlust von 300 000 Euro. Nicht erhöht werde die Gebühr für das Abwasser, es bleibe pro Kubikmeter bei 1,88 Euro. Durch gesetzliche Änderungen werde der Schulungsaufwand für das Personal des Eigenbetriebes erhöht. Im Vermögensplan gelte der Bau des Retentionsbodenfilter als die größte Investition mit einer Rate in Höhe von 600 000 Euro. Eine massive Erweiterung der Fernwirktechnik sowie die Erneuerung von Schaltanlagen im Pumpwerk Hirschhalde und im Hochbehälter Kapfwald seien erforderlich, in den nächsten Jahren müsse die Schneckentalquelle saniert werden. Die Kosten wurden mit 80 000 Euro berechnet.

Beachtliches Volumen

Zusammen mit weiteren kleineren Maßnahmen und Tilgungsleistungen ergebe sich ein Volumen von 2,7 Millionen Euro. Durch Landes- und Ertragszuschüsse werde diese Summe finanziert sowie eine Kostenschätzung von Brigachtal mit 940 000 Euro. Zur Erhaltung der Liquidität werde jedoch ein Darlehen in Höhe von 722 000 Euro benötigt.