Das Wasserreservoir oberhalb Schallbachs Foto: Hartenstein

Die Möglichkeit und die Kosten einer zweiten Versorgungsleitung vom Schallbacher Wasserreservoir aus sollen ermittelt werden.

Schallbachs Trinkwasserversorgung ist gesichert. Die Trinkwasserleitung, die das ganze Dorf versorgt, führt vom Wasserreservoir oberhalb Schallbachs entlang des Hohlebachgrabens bis an die Anschlussstelle in der Dorfstraße. Von dort geht es per Ringleitung weiter.

 

Um auch für die fernere Zukunft die Trinkwasserversorgung sicher zu stellen, sollen nun laut einstimmigem Gemeinderatsbeschluss die Möglichkeit und die Kosten einer zweiten Versorgungsleitung vom Wasserreservoir aus mit Anschlussstelle im Bereich Hofacker ermittelt werden. „Das ist eine reine Zukunftsmaßnahme“, stellte Bürgermeister Christian Iselin fest. Durch die Planung könnten die Kosten einer solchen neuen zusätzlichen Leitung ermittelt werden, die dann gegebenenfalls in den Gemeindehaushalt aufgenommen werden könnten.

Ideal wäre auch, den exakten Verlauf der bestehenden, mindestens 60 Jahre alten Gussleitung abzuklären. Wann genau sie gebaut wurde, sei nicht nachvollziehbar, sagte Iselin.

Durch das Neubaugebiet „Hüttstall II“ stieg die Einwohnerzahl auf 855 (Stand 31.Dezember 2024). Die Wassermenge reiche für die gestiegene Einwohnerzahl aus, sagte Iselin. Eine Prognose des Masterplans Wasserversorgung Baden-Württemberg – hier wurden auch Dürrezeiten im Zuge des Klimawandels mit einbezogen – besagte, dass sowohl die bestehende Leitung als auch das Wasserreservoir bei normalem Wachstum der Bevölkerung ausreichen. Erst ab einer Einwohnerzahl von mehr als 1200 könnte es kritisch werden.

Vier Wasserrohrbrüche

Im Sommer 2023 habe es im Zuge der Wasserdruckerhöhung für das recht hoch gelegene Neubaugebiet vier Wasserrohrbrüche gegeben, erinnerte Iselin. Da es sich um Hausanschlüsse handelte, habe der Schaden zügig behoben werden können.

Alexander Meier fragte, ob man eine zweite Leitung entlang der bestehenden Leitung verlegen könnte. Das sei zu riskant, fand Iselin. Die jetzige Gussleitung bestehe aus fünf Meter langen Rohren, die durch Muffen miteinander verbunden seien, und bei Grabungsarbeiten parallel zur bestehenden Leitung könnte eine solche Muffe beschädigt werden.

Planer finden

Nun müssten als erstes Planer gesucht und gefunden werden. Das Ganze wird natürlich etwas kosten, angefangen mit dem Honorar für die Abklärung und Planung. Ob die Planung dann auch umgesetzt wird, wird der Gemeinderat entscheiden.