Erfolgreich auf der Messe präsentiert hat sich Trigema. Foto: Trigema

Trigema präsentierte sich auf der IFAT-Messe für Umwelt und Nachhaltigkeit mit Produkten und neuen Verfahren. Das Unternehmen aus Burladingen setzt verstärkt auf Materialzirkulation.

Die IFAT München ist der wichtigste Branchentreffpunkt und dient als zentraler Treffpunkt für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um Lösungen in den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft zu präsentieren. Prozesse sollen optimiert und die Umwelt geschont werden. Dieses Mal stellten rund 3.400 Aussteller aus gut 60 Ländern und Regionen ihre Strategien und Innovationen vor.

 

Das Burladinger Textilunternehmen Trigema war bei der Messe, die jetzt endete, Leitpartner der Spotlight Area „Circular Textiles“ des BDE, des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft.

Geschäftsführer Wolfgang Grupp sagt: „Nachhaltigkeit ist für uns als Hersteller mit eigener Produktion in Deutschland kein Trend, sondern Verantwortung. Eine zentrale Frage dabei ist: Wie lassen sich Textilien so herstellen, dass sie langfristig im Kreislauf geführt werden können?“

Wolfgang Grupp setzt auf Nachhaltigkeit

Das Textilunternehmen von der Schwäbischen Alb steht für Produktion am Standort Deutschland.  Die Garne, die zur Fertigung der Sport- und Freizeitkleidung verwendet werden, stammen aus zertifiziertem europäischen Anbau in Griechenland und der Türkei. Trigema steht daneben erklärtermaßen und von jeher für Nachhaltigkeit. Seit 2006 produziert der Betrieb auch Kollektionen nach dem Cradle-to-Cradle-Certified-Prinzip.

Diese Textilien sind kompostierbar, das heißt, sie verrotten nach ihrer Lebensdauer rückstandslos und können als biologische Nährstoffe in den Umweltkreislauf zurückkehren. Und man bietet T-Shirts aus 100 Prozent recycelter Baumwolle an. Zugleich geht es bei sämtlichen Produkten des Unternehmens darum, Wasser- und Energieverbrauch im Herstellungsprozess zu minimieren.

Trigema stellt Reise eines T-Shirts vor

In der Spotlight Area „Circular Textiles“ stellte Trigema die Reise eines T-Shirts entlang der gesamten Wertschöpfungskette dar – von der Sammlung über das Recycling bis hin zur Neuproduktion. „Dabei bringen wir unsere Perspektive als produzierendes Unternehmen ein: Textilien müssen nicht nur nachhaltig gedacht, sondern auch industriell umsetzbar sein. Gemeinsam mit unseren Partnern Säntis Textiles, Rieter und Otto Garne zeigen wir, wie aus recycelter Baumwolle wieder neue, hochwertige Textilien entstehen – Schritt für Schritt.“

Der Anspruch sei klar: „Kreislaufwirtschaft muss funktionieren – in der Praxis, in der Produktion und am Markt.

Geschäftsführer Grupp macht deutlich: „Wir wollten auf der IFAT zeigen, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern auch in der Praxis. Wir zeigen hier auf dem Stand unsere nachhaltigsten Produkte, die zum Teil aus Garnen gefertigt sind, die zu 100 Prozent aus recyceltem Post-Industrial-Materialien hergestellt sind. Weil wir fest daran glauben, dass das die Zukunft ist.“ Wolfgang Grupps Fazit nach der Messe: „Wir konnten viele gute Kontakte knüpfen und somit unser erstes Ziel erreichen. Entscheidend wird nun sein, welche konkreten Projekte und Ergebnisse aus der Nachbereitung entstehen.“