Große Pläne hat Sven Hardt entwickelt – sein neu gegründeter Verein „Charity Hiker“ soll ihm dabei helfen, Gutes zu tun. Acht Gründungsmitglieder sowie zahlreiche Zusagen zu Beitritt oder großzügiger Unterstützung lägen vor, so der Vereinsgründer.
Das Nordkap – für viele Menschen stellt es das Ziel einer Reise in den hohen Norden dar. Für Sven Hardt aber soll dort der Startpunkt für eine außergewöhnliche Tour sein. Der Triberger will von dort aus eine rund 8300 Kilometer lange Tour machen – zu Fuß, soweit das möglich ist.
Nach gesundheitlichen Problemen im Jahr 2006 entdeckte er das Wandern für sich. Normalerweise wandere er etwa 2000 Kilometer im Jahr. 2019 pilgerte er den Jakobsweg. Was er auf dem Weg nach Santiago de Compostela erlebte, habe ihn so nachhaltig verändert, dass er den Weg im gleichen Jahr noch einmal ging. Seither ist er Pilger aus Überzeugung.
Einrichtung unterstützen
Als der gebürtige Pfälzer vor sieben Jahren vom Bodensee in den Schwarzwald zog, lebte er zunächst in Schönwald, wo er auch die wertvolle Arbeit der Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe im Bereich der familienorientierten Rehabilitation und Therapie für junge Krebspatienten und ihre Angehörigen kennenlernte. Um diese Einrichtung finanziell zu unterstützen, plant Sven Hardt seinen geradezu unglaublichen „Spenden-Marathon“ – er will vom Nordkap nach Santiago de Compostela laufen, knapp 8300 Kilometer.
Weitgehend vertraut er auf das Motto des Jakobswegs. „Der Weg gibt dir, was du brauchst, wann du es brauchst.“ Eingeplant hat Sven Hardt dafür einen Zeitrahmen von zehn Monaten; damit rechnet er mit rund 1000 Kilometern innerhalb von 30 Tagen. In Skandinavien würden wegen des unwegsamen Geländes die Etappen wohl kürzer ausfallen. Starten will Sven Hardt im Frühjahr 2024.
Wenn er seine Etappenziele einhalten kann, will er Weihnachten und Silvester 2024 wieder in Triberg sein. Schon jetzt hätten sich Pilgerfreunde gemeldet, die ihn ein Stück seines langen Wegs begleiten wollen.
Zehn Euro Spende pro Kilometer
Pro gelaufenem Kilometer hofft Hardt auf zehn Euro Spende – und damit das alles seriös abläuft, erfolgte nun im Bistro des „daheim“ in Triberg die Gründung des Vereins – mit Satzung und Eintrag ins Vereinsregister. Schon die Präambel legt den Vereinszweck eindeutig dar: „Die Arbeit von Charity-Hiker e.V. basiert auf dem Sammeln von Spenden für hilfebedürftige Kinder und deren Familie sowie Organisationen, Vereinen und Institutionen, die sich dieser Hilfe verschrieben haben. Durch Spendenwanderungen, Veranstaltungen und Vorträge sollen Spenden generiert werden, die dementsprechend eins zu eins an die Betroffenen übergeben werden sollen.“ Die Mitgliedschaft im Verein kostet 25 Euro pro Jahr. Was aber auch bedeutet, dass es bei dieser einen Spendenwanderung nicht bleiben soll.
Weitere Mitglieder
Nach der Wahl des Vorsitzenden Sven Hardt, seines Stellvertreters Johannes Frick und des Schatzmeisters Patrick Hardt wurde die Satzung einstimmig beschlossen, der Vorsitzende will sie schnellstmöglich durch Registergericht und Finanzamt prüfen lassen und hofft, noch 2023 eingetragen zu werden. Weitere Mitglieder sollen schon innerhalb der nächsten Wochen dazustoßen – Mitglieder aus der ganzen Republik, sind sich die Beteiligten sicher.