Auf diesem Grundstück im Triberger Gewerbegebiet Adelheid sollen alsbald ein Gebäude für 24 Fertiggaragen und eine Lagerhalle entstehen. Foto: Erika Rapthel-Kieser

Im Triberger Gewerbegebiet Adelheid wagt ein Privatmann ein ungewöhnliches Projekt. Er will nun gleich zwei Hallen auf seinem Grundstück bauen.

Kein Zweifel, der Parkdruck in und rund um die Stadt Triberg ist groß und so waren Parkhäuser, deren Überwachung und die Gebühren für Stellplätze und auch die Orte, wo solche zu sein haben und nachgewiesen werden müssen, eines der beherrschenden Themen in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

 

In diesen Markt des knappen und wertvollen Gutes will jetzt ein privater Investor im Gewerbegebiet Adelheid eingreifen. Er plant, eine Lagerhalle zu bauen. Für die als Garagen und Lager- sowie Gewerbeareal ausgewiesene Halle hatte der Gemeinderat der Wasserfallstadt bereits im Jahre 2023 eine Genehmigung erteilt.

24 Fertiggaragen für den „ruhenden Verkehr“

Zum Bau war es allerdings bisher nicht gekommen. Jetzt hat der Investor einen neuen Plan vorgelegt und den Gemeinderat überrascht. Er will ein weiteres Gebäude hinter der bereits 2023 genehmigten Halle errichten. Das neue Gebäude soll hinter der Lagerhalle stehen, zweigeschossig werden und im Gewerbegebiet Adelheid, hoch über den Wasserfällen, auf zwei Etagen 24 Fertiggaragen haben. Ein Schmankerl für den sogenannten „ruhenden Verkehr“ in Triberg.

Die Ansichten des Fertiggaragen-Gebäudes von Südwesten und Nordosten. Foto: Ansgar Paul

Die Garagen werden jeweils sechs auf drei Meter groß sein und sind von der Deckenhöhe wohl auch für Wohnmobile tauglich. Das Garagengebäude soll ein Flachdach haben. Um dieses zweigeschossige Bauwerk auf seinem Grundstück unterzubringen, hat der Bauherr die Grundfläche der ursprünglich schon genehmigten Halle, die er davor plante, etwas verändert.

Die Grundfläche hat sich minimal verändert

Sie soll nicht, so wie ursprünglich vorgesehen 63,64 auf 18,64 Meter betragen, sondern nun wird auf 63,36 mal 18,36 Metern geplant. Nur geringfügig anders, aber es ermöglicht dem Bauherren, das große Gebäude in eine etwas andere Position zu rücken.

Die Ausmaße der Halle sind zwar etwas kleiner, dafür wird das Satteldach rund einen Meter höher und soll statt 6,90 Meter nun 7,88 Meter hoch hinaus ragen. Auch die Dachvorsprünge sollen etwas größer werden. Die ursprünglich mal eingeplanten Garagentore in der großen Lagerhalle wird der Bauherr jetzt nicht mehr brauchen, sie sollen durch Türen ersetzt werden. Was der Investor noch nachreichen muss, das ist das Entwässerungsgesuch.

„Parkplätze oder Garagen, die werden hier doch immer gebraucht“, sagt die Mitarbeiterin eines angrenzenden Unternehmens im Gespräch mit unserer Redaktion. Tatsächlich ist wenige hundert Meter weiter ja auch ein Einstieg, um an den Triberger Wasserfällen entlang zu laufen und ein einsamer Parkautomat steht für Hochsaisontage an der Zufahrtsstraße am Waldrand.