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Triberg Werkzeugfabrik stellt Insolvenzantrag

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Die Arnold Dold-Werkzeugfabrik ist in Zahlungsnot, obwohl die aktuelle Auftragslage nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters wieder gut sei. Foto: Reutter

Triberg - Die Arnold Dold GmbH & Co. KG Präzisions-Werkzeugfabrik mit Sitz in Triberg hat am 2. Dezember Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Villingen-Schwenningen bestellte Rechtsanwalt Stefano Buck von Schultze und Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefano Buck hält den Geschäftsbetrieb des auf die Herstellung von Präzisionswerkzeugen spezialisierten Unternehmens ohne Einschränkungen aufrecht, ist von der Kanzlei Schultze und Braun zu erfahren.

Buck informierte die 16 Mitarbeiter am Donnerstag in einer Belegschaftsversammlung über das Verfahren. Sie werden bis einschließlich Januar über das Insolvenzgeld abgesichert. "Gerade vor Weihnachten ist das ein wichtiges Signal, das wir den Mitarbeitern geben können: Es geht hier weiter und ihr müsst keine Einbußen beim Gehalt hinnehmen", sagt Buck.

Kunden werden unverändert beliefert

Auch die rund 500 Kunden des seit 1899 bestehenden Traditionsbetriebes werden unverändert weiter beliefert. "Wir werden alle aktuellen und künftigen Aufträge ordnungsgemäß und wie vereinbart erfüllen", versichert Buck.

Ursache der wirtschaftlichen Schieflage ist ein deutlicher Auftragsrückgang, insbesondere seitens großer Kunden aus dem Automobil- und Maschinenbau. "Das konnte die Gesellschaft liquiditätstechnisch nicht auffangen", so Buck. Heute sei der Auftagsbestand allerdings wieder gut und sichere die Auslastung bis in den Februar hinein. "Das verschafft uns ausreichend Zeit, die Schwachstellen des Unternehmens zu analysieren, an den entsprechenden Stellschrauben zu drehen und das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen", ist sich Buck sicher.

Einen ersten Interessenten für eine mögliche Übernahme des Geschäftsbetriebes gebe es bereits, teilt Buck mit. "Wir haben nun ausreichend Zeit, die Gespräche konstruktiv voranzutreiben und nach Möglichkeit zu einem guten Abschluss zu bringen. Mein Ziel ist es, sowohl das Unternehmen als auch die Arbeitsplätze zu erhalten."

Bei einem solchen Verfahren gebe es immer verschiedene Sanierungsoptionen, führt Ingo Schorlemmer, Pressesprecher von Schultze und Braun, aus. Möglichkeiten seien eine Übernahme oder Beteiligung durch einen Investor oder die Sanierung im Rahmen eines Insolvenzplans mit einem Vergleich mit den Gläubigern. Im letzteren Fall würde sich an der Gesellschaftsstruktur nichts ändern. Bei einem Verkauf der Firma sei außerdem denkbar, dass die bisherigen Eigentümer den Betrieb wieder übernehmen und mit einer neuen GmbH einen schuldenfreien Neustart machen. Letztlich gelte es, unter diesen Varianten die beste Option zu wählen, so Schorlemmer.

Mittelständischer Familienbetrieb hat lange Geschichte

Die Arnold Dold GmbH & Co. KG Präzisions-Werkzeugfabrik ist ein mittelständischer Familienbetrieb, der auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. 1899 gründeten die Mechanikermeister Makarius und Arnold Dold das Unternehmen, das heute von der dritten und vierten Familiengeneration geführt wird, nämlich von Gislinde Hermann und ihrem Sohn Stefan Hermann. Gislinde Hermann hatte 1995 die Geschäftsführung von ihrem Vater Franz Göttler übernommen.

Der metallverarbeitende Betrieb konstruiert und fertigt Spezial- und Präzisionswerkzeuge für Kunden aus den Branchen Maschinen- und Werkzeugbau, Medizintechnik, Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Antriebstechnik, Flugzeugbau sowie Elektrotechnik und Elektronik. Der Pressesprecher der Kanzlei Schultze und Braun, Ingo Schorlemmer, verweist auf konjunkturelle Schwierigkeiten der Automobilbranche und damit zusammenhängend des Maschinenbaus. Das habe zu einem Auftragsrückgang auch bei der Firma Dold geführt. Aktuell sei der Auftragsbestand aber wieder gut.

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