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Triberg Viel Arbeit für den Triberger Teufel

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Gespannt schauen Dirk Hafner (links), Oberspättle Manuela Steinkopf, Oberteufel Armin Effinger (rechts) und der stellvertretende Zunftmeister Sven Ketterer (Zweiter von rechts) dem Maskenschnitzer Chris Centner über die Schulter, der dabei ist, eine Spättle-Maske fertig zu stellen. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder Bote

Chris Centner wurde in Triberg geboren und lebt seit vielen Jahren in Schönwald. Er hat das Handwerk des Holzschnitzens gelernt, vor 20 Jahren erwarb er den Meistertitel als Holzbildhauer.

Triberg/Schönwald. Besonders angetan haben es ihm Holzmasken, mit einem besonderen Augenmerk auf den Triberger Teufel, mit dem er quasi aufgewachsen ist.

Die ältesten wirklich gelungenen Masken, die der damalige Haus- und Hofschnitzer der Teufel, Manfred Merz aus Villingen in der Zeit zwischen 1952 und 1968 gefertigt hatte, dienen ihm als Vorlagen. Bisher durfte er nur relativ selten einen der roten Teufel mit dem markanten Grinsen und den sonderbaren Hörnern schnitzen. Nun aber ist die Narrenzunft auf ihn aufmerksam geworden und hat festgestellt, welches Schnitzer-Juwel in nächster Nachbarschaft lebt.

Im Sommer zwei Muster abgeliefert

Im Sommer hatte er bereits zwei Muster abgeliefert, die bei den Teufeln ganz offensichtlich Gefallen fanden. Für die Maske von Dirk Hafner, die er neu aus einem einzigen Stück abgelagerten Lindenholzes herausarbeitete, hatte er sich eine der ältesten Masken als Vorbild genommen.

Die wirklich historische Scheme von Friedrich Pfarrer aus dem Jahr 1893 sei keine sehr gelungene und sehe dem heutigen Teufel auch nur bedingt ähnlich, gibt Oberteufel Armin Effinger zu bedenken, daher seien die aus den frühen 1950er-Jahren sicher das beste Vorbild.

Alle Teufel sehen sich ohne Zweifel sehr ähnlich, dennoch haben eigentlich alle ihre kleinen Besonderheiten. "Jeder Teufel kennt die Eigenheiten seiner Maske", ist sich auch der Schnitzer sicher. Nicht viele seiner Masken seien so arbeitsintensiv wie der Teufel, bekennt er.

"Da ist sehr viel dran, wo man als Schnitzer richtig gefordert ist, wenn man es gut machen will", schmunzelte Chris Centner im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Brauchtum liege ihm sehr am Herzen, er ist beispielsweise Mitglied bei den Alemannischen Larvenfreunden, einem eingetragenen Verein, und auch bei einem Stammtisch der Rottweiler Maskenschnitzer vertreten, wie er sagt.

Nachdem es in den letzten Jahren bei den Masken immer wieder "Wildwuchs" gegeben habe, sind sich die Triberger Narren sicher, nun in Centner den richtigen Schnitzer gefunden zu haben.

Die einfachere Spättle-Larve nimmt Gestalt an

Ein wirklich patenter Larvenschnitzer sei er, stellte Vize-Zunftmeister Sven Ketterer fest. Und nachdem derzeit auch eine Spättle-Larve im Entstehen ist, hat es sich auch Oberspättle Michaela Steinkopf nicht nehmen lassen, sich das Werk des Künstlers selbst anzusehen.

Obwohl diese Maske wesentlich einfacher ist, zeigt sie sich sehr zufrieden mit dem, was sie sieht. Unter Beobachtung setzte Centner dann nochmals seine Werkzeuge an, um die zweite Triberger Gruppen-Maske fertig zu stellen.

"Nachfrage nach hochwertigen Brauchtumsmasken ist eigentlich recht hoch. Es gibt aber eine enorme Konkurrenz", stellte Centner fest. Viele Masken seien aber nicht unbedingt hochwertig, dafür seien die Preise moderat.

Billigkonkurrenz einen Riegel vorgeschoben

Um das beim Triberger Teufel und dem Spättle zu verhindern, haben die Verantwortlichen beschlossen, Centner zum neuen offiziellen Maskenschnitzer der Triberger Zunft zu bestellen. Beim Ortstermin bewies ihnen der professionelle Schnitzer nun seine Qualitäten, indem er eine fertige Teufelsmaske vorlegte und zeigte, wie er die einfachere Spättle-Larve schnitzt.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Triberg

Christel Börsig-Kienzler

Fax: 07722 86655-15

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