Dieter Steins Nachdenk-, Kopfschüttel- und Schmunzelbüchlein erscheint im September

Triberg (bk). Was lange währt, wird endlich gut: Dieter Steins angekündigtes und von den Fans des Triberger Autors heiß ersehntes Gedichtbuch mit treffenden Grafiken von Werner Oppelt ist da. Der brave Buchtitel "Unter einem Apfelbaum" darf nicht über den Inhalt hinwegtäuschen, denn ein Apfelbaum ist ja bekanntlich für ein breites Spektrum an Positivem wie auch Negativem verantwortlich. Man denke dabei nur an das romantische Lied von Ludwig Uhland "Bei einem Wirte wundermild…", aber auch an die Vertreibung aus dem Paradies, die bekanntlich durch den Apfelbiss unter diesem Baum hervorgerufen wurde.

Genauso breit im Spektrum sind auch Steins skurrile Gedichte, die der unbedarfte Leser nach eigenem Gutdünken bewerten und entsprechend einordnen kann.

Wer den Triberger Hintergässler Stein kennt, weiß, dass er die Leser animiert, auch das "zwischen den Zeilen" Geschriebene nach eigenem Ermessen zu interpretieren.

Jeder kann von Versen begeistert oder gar entrüstet sein

Um auszuschließen, dass die Verse vom Leser vorweg in eine Nachdenk-, Kopfschüttel-, oder Schmunzelschublade gelegt werden, hat der Autor bewusst darauf verzichtet, die Gedichte nach Kategorien zu ordnen. "Soll sich doch jeder selbst ein Bild machen und dann entscheiden, ob er vom jeweiligen Vers begeistert oder gar entrüstet sein soll", so Steins Antwort auf die Frage des Schwarzwälder Boten, warum im kleinen Buch keine nähere Kennzeichnung zu finden ist.

Mit diesem 84-seitigen Büchlein kommt Stein übrigens allen jung gebliebenen Lesern entgegen, die dem Buchprojekt schon im Vorfeld offen gegenüber standen. Die bisherigen Gedichte waren meist "Aufträge" zu irgendwelchen persönlichen Ereignissen, wie Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen.

So zutreffend diese Verse auch formuliert waren, so wenig erfuhr der Autor über deren Wirkung auf die Zuhörer, von einer adäquaten Bezahlung ganz zu schweigen.

"Geistige Ergüsse haben einfach nicht den Stellenwert einer handwerklichen Dienstleistung und werden deshalb meist in Naturalien vergütet", bedauert der Autor schmunzelnd. So hat er sich neben einem "Pralinenstapel" auch ein gut gefülltes Weinlager "erdichtet", was ihn letztendlich zwingt, gelegentlich Süßes zu naschen und dabei ein Fläschchen "Liebfrauenmilch" zu entkorken. Dies, obwohl er von Beidem gar nicht sehr angetan ist, wie er unserer Zeitung verriet.

Die im gelb eingebundenen Büchlein alphabetisch geordneten und meist kurz gehaltenen Gedichte beginnen mit einem seriösen Adventsbeitrag und mancher nicht so christlich angehauchte Leser ist vielleicht enttäuscht. Doch bereits beim zweiten klugen Spruch erkennt jeder, dass der Kaufpreis gut angelegt ist, denn man erfährt, dass alles zwei Seiten hat. In diesem Fall geht es, um die Vorder- und Rückansicht einer Frau – was für Stein typisch ist.

Gelbes Büchlein erscheint in Auflage von 75 Stück

Das Buch im DIN-A-Sechs-Format wird vorerst in einer Auflage von nur 75 Stück hergestellt und wird ab 7. September über die Buchhandlung Schönenberger in Triberg zum Preis von "nur 6,80 Euro" (O-Ton Stein) verkauft.

"Eventuelle Nachbestellungen wären bis Ende November möglich", meint der Autor schelmisch grinsend: "So könnte doch noch der festliche Gabentisch um ein weiteres unweihnachtliches Geschenk bereichert werden".

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