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Triberg "Tagestourismus entwickelt sich gut"

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Hier ein Bild aus früheren Jahren – vor der Pandemie. Doch annähernd so stark frequentiert ist Triberg auch in diesem Sommer gewesen, freut sich Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold.Archivfoto: Reutter Foto: Schwarzwälder Bote

Im Sommer sind wieder verstärkt Touristen nach Triberg gekommen, nachdem im März und April wegen den Corona-Regeln so gut wie gar nichts ging. Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold zieht eine vorläufige Bilanz.

Triberg. Die Entwicklung der vergangenen Monate stimmt zuversichtlich. "Seit dem Lock-Down hat sich der Tagestourismus wieder gut entwickelt. Vor allem in den Monaten Juli und August konnten wir nahezu an die Vorjahresergebnisse anknüpfen", freut sich Arnold. "Und dies, obwohl die Segmente ›Reiseveranstalter‹ sowie ›Schulausflüge‹ so gut wie komplett weggefallen sind." Dafür sei der Anteil an Individualreisenden in den Sommermonaten höher als im Vorjahr gewesen.

Eine "ähnlich schöne Entwicklung" sei im Bereich der Ferienwohnungen festzustellen. Bereits vom ersten Tag an, als eine Vermietung wieder möglich war, also ab 18. Mai, konnten wieder Buchungen in Ferienwohnungen registriert werden, hat Arnold Rückmeldungen von einigen Vermietern erhalten. "Auffällig ist dabei, wie auch zu erwarten war, dass es sich zum allerüberwiegenden Teil um Gäste aus Deutschland handelt. Sowohl aus der näheren Umgebung mit einer Anfahrt zum Beispiel von zwei Stunden, als auch darüber hinaus aus den vom Schwarzwald entfernten Gegenden Deutschlands wurden die Gästeankünfte registriert", so der Marketingchef. Unter den ausländischen Gästen steche der Anteil an Holländern hervor. Das sei aber auch in den Vorjahren so gewesen.

"Mit zu dieser schönen Entwicklung hat sicher auch die Tatsache beigetragen, dass die Gebiete von Nord- und Ostsee sehr schnell ausgebucht waren. Auch Bayern und das Allgäu konnten sehr schnell sehr gute Buchungen vermelden. Somit konnten im nächsten Schritt auch der Bodensee und auch der Schwarzwald als attraktives deutsches Mittelgebirge mit tollen Freizeiteinrichtungen bei den deutschen Urlaubern punkten", erklärt Arnold.

"Aufgrund der stabilen Wetterlage konnten einige Gastronomiebetriebe vor allem bei der Außenbewirtung gute Umsätze erzielen. Auch berichten einige gastronomische Betriebe über eine vergleichbare Auslastung in den Sommermonaten wie 2019. So war auch bei einigen Betrieben festzustellen, dass der einzelne Umsatz teilweise etwas höher lag als zum Beispiel bei ermäßigten Gruppenangeboten."

Beliebt sei Triberg auch bei Wohnmobilisten sowie Motorradfahrern.

Schwieriger gestalte sich das Segment "Hotels und Gasthöfe" sowie "Gruppenunterkünfte". "Hier hinken die Belegungszahlen dem Vorjahr hinterher", informiert Arnold. "So berichten einige Häuser zum Beispiel davon, dass die weiteren Freizeiteinrichtungen wie Sauna und Schwimmbad auch einen erhöhten Personalaufwand für die Umsetzung der Hygienevorschriften bedingt, der oftmals nicht leistbar war. Sämtliche Gruppenbuchungen in großen Betrieben und Freizeitheimen mussten storniert werden. Hier sind einige Betriebe im Moment dabei, die ausgefallenen Termine ins kommende Jahr 2021 zu schieben."

Arnold hofft für den weiteren Jahresverlauf, dass sich das Segment der Reisebusse wieder erholt. "Für uns ist das eine wichtige Größe für den Herbst." Wandern im Mittelgebirge sei für Triberg-Gäste interessant und locke auch im Herbst. Im Winter gebe es mit den vielen Indoor-Möglichkeiten wie dem Schwarzwaldmuseum oder Triberger Land ebenfalls attraktive Freizeitmöglichkeiten.

Auch wenn Arnold weiterhin auf einen guten Verlauf des Tourismus in Triberg hofft, geht er davon aus, dass die Zahlen vom Rekordjahr 2019 nicht erreicht werden. Die Zahl der Übernachtungen habe 2019 bei 164 800 gelegen, die Zahl der Wasserfallbesucher bei über 470 000. Schon alleine wegen des Ausfalls nach dem Lockdown im März und April seien diese Zahlen voraussichtlich in diesem Jahr nicht mehr zu erreichen.

Die Triberger Wasserfälle sind eine der Hauptattraktionen in der Region. Die Kassen dort waren zu Beginn des Lockdowns im März und April nicht mehr besetzt und sind erst wieder ab der zweiten Maihälfte in Betrieb. Am Wasserfall wurde laut Arnold eine generelle Maskenpflicht für das gesamte Wasserfall-Gebiet verhängt. Hier seien seither zusätzliche Ordner eingesetzt.

Die Akzeptanz der Maskenpflicht sei zu Beginn sehr hoch gewesen, so der Eindruck von Arnold. Dann, mit dem Nachlassen der Coronafälle in Deutschland, habe es bei manchen Wasserfallbesucher teilweise Unverständnis gegeben und sei damit argumentiert worden, dass man ja im Freien sei. Mittlerweile werde die Maskenpflicht aber von den Wasserfallbesuchern wieder allgemein akzeptiert, so die Wahrnehmung von Arnold.

Der Weihnachtszauber sei Corona-bedingt zwar abgesagt worden. Trotzdem hofft der Marketingleiter, dass das besondere Ambiente des Wasserfalls die Gäste auch im Winter anziehen wird. Mit Eis und Lichtspielen sei das auch in der kalten Jahreszeit ein attraktives Ausflugsziel.

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