Erschreckend viele Rehe müssen laut Streckenlisten der Jagdpächter ihr Leben in den einzelnen Jagdbögen lassen, davon sechs allein durch Züge. Foto: Pixabay

Bahntrasse wird zur Gefahr für Wild. Züge fahren immer leiser und auch schneller.

Triberg-Gremmelsbach - Dem Ortschaftsrat lagen in der jüngsten Sitzung die Streckenlisten der Jagdpächter für das Jahr 2018/19 vor. Die Gemarkung Gremmelsbach ist in vier Jagdbögen eingeteilt, die jeweils von zwei beziehungsweise drei Jägern betreut werden. Diese sind verpflichtet, über jedes erlegte und tot auf gefundene Tier Buch zu führen.

Für den Ortschaftsrat waren die Unterschiede in den Zahlen interessant. An der Spitze standen 46 Rehe, sechs waren Verkehrsopfer, diese waren alle im Seelenwald von den Zügen erfasst worden zwischen dem Großen Triberger Kehrtunnel und Gummambsbunnel. Ein unlösbares Problem, die Züge fahren immer leiser und auch schneller, so dass das Reh auf der Bahntrasse die Gefahr nicht rechtzeitig erkennt.

Die nächstgrößten Zahlen von Abschüssen erreichten die Jäger mit 24 Füchsen, 19 Dachsen. Auffällig ist, dass auch der Wildhasenbestand wieder auf besserem Niveau ist, zwei wurden erlegt. In früheren Listen tauchten sie gar nicht mehr auf.

Bei den Wildschweinen erwartete man eigentlich eine größere Zahl als zwei. Doch halten sie sich zurzeit in Eichen- und Buchenwäldern auf, wo der Tisch für sie reichlich gedeckt ist. Als Abwehr sieht Ortsvorsteher Storz den Dreifachzaun für die beste Möglichkeit an, da dieser Tag und Nacht unter Strom steht. Für weniger wirksam hält er das Schwefelgranulat, das sich bei Regen auflöst und einen für die Tiere unangenehmen Geruch verströmt.