Alle jungen Medaillenträger des Bundesfinales dürfen sich auf einem riesigen Trikot, das in der Max-Schmeling-Halle in Berlin aufgehängt wird, mit ihrer Unterschrift verewigen. Foto: Schwarzwälder Bote

Bundesfinale: Beim Empfang der Landesregierung ernten die Gastgeber viel Lob von allen Seiten

Während die möglichen Olympioniken von Morgen im Haus des Gastes in Schonach nach der Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung des Winterfinales von "Jugend trainiert für Olympia und Paralympics" bei der Disco abtanzten, fand im Hotel Rebstock der Empfang der Landesregierung statt.

Schonach. Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, hieß die geladenen Gäste im "Rebstock" willkommen und überbrachte die Grüße des Ministerpräsidenten. "Wenn dieser Empfang der Landesregierung von Baden-Württemberg stattfindet, ist das Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia und Paralympics bereits vorbei und auch die Kälte. Ich habe großen Respekt vor den Kindern, die bei diesen frostigen Temperaturen wie die Olympioniken in Südkorea ihre Wettbewerbe absolvierten", betonte er. "Wir haben über 850 Schüler in spannenden und hochklassigen Wettkämpfen erlebt. Sie haben maximalen Einsatz gebracht, was für einige sicherlich den Auftakt ihrer sportlichen Karriere bedeutet", fuhr Schebesta mit Blick auf Alfons Hörmann, den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), fort. Dessen Anwesenheit werte den Empfang auf, da er vor ein paar Tagen noch bei der Olympiade in Pyeongchang in Südkorea gewesen sei.

Der Staatssekretär dankte Bürgermeister Jörg Frey, dass er hier in Schonach mit seinem Team Maßstäbe gesetzt habe. "Der Beifall aller bei der Siegerehrung hat gezeigt, Schonach war wieder ein toller Ausrichter vom Bundesfinale im Winter. Vielen Dank für alle Arbeit", schrieb er denn auch ins Goldene Buch der Gemeinde. Die Zusammenarbeit der Gemeinde und des Skiclubs funktioniere reibungslos, wodurch auch so super Winterspiele möglich gewesen seien. "Geben Sie den Dank an ihre ehrenamtlichen und fleißigen Helfer weiter", forderte der Staatssekretär Frey auf, was dieser umgehend an die Anwesenden tat.

Schebestas Dank galt ferner dem Deutschen Skiverband (DSV), vertreten durch Präsident Franz Steinle, für die "enorme Unterstützung der Veranstaltung". Bei dieser seien Schüler, ohne und mit Behinderung, auf der gleichen Strecke gelaufen und hatten die gleichen Interessen, sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Schebesta dankte zudem allen, die das Bundesfinale im Ski-Langlauf, Ski Alpin und Skisprung finanziell begleiten. Dass es unterstützt werde, dafür zeichne die deutsche Schulsportstiftung als Veranstalter verantwortlich. Deren Vertreter Thomas Härtel dankte er, dass man Schonach wieder als Austragungsort berücksichtigt habe. Die Schonacher, die belastbar seien, würden es gerne wieder tun, gab er ihm mit auf den Weg. Dank gebühre allen, so Schebesta, die dazu beigetragen haben, dass alles so gut gelaufen sei.

Das unterstrich auch Härtel. Er schaute in die Zukunft und sagte schmunzelnd zu Schonachs Bürgermeister: "Lieber Herr Frey, wir haben in zwei Jahren einiges vor – anlässlich 50 Jahre ›Jugend trainiert für Olympia und Paralympics‹. Da Nesselwang nächstes Jahr wieder an der Reihe ist, das Bundesfinale auszutragen und wir uns hier heimisch fühlen, sieht es für Schonach gut aus, dass es hier anschließend wieder stattfindet". Härtels Dank galt zudem Sabine Emde und ihrem Team. "Die Dom­Clemente-Schule hat uns hier tatkräftig unterstützt, obwohl es nicht einfach ist, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten und eine solche Veranstaltung mitzustemmen." Er freue sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Den Stellenwert von "Jugend trainiert" sprach auch DSV-Präsident Franz Steinle an. Es lohne sich wirklich, für Olympia zu trainieren, und nicht nur wegen der Medaillen. Das Team D, wie die deutschen Olympioniken genannt werden, sei großer Ansporn, dafür zu trainieren. Sein Dank galt ebenfalls der Gemeinde und dem Skiclub Schonach. "Wir freuen uns jetzt schon auf das Abschlussevent beim Weltcup der Nordischen Kombinierer hier vom 23. bis 25. März mit Schnee, der dank der Kälte erhalten bleibt."

Alfons Hörmann bedankte sich in seinem Grußwort für die Einladung. "Wenige Tage nach Pyeongchang war Schonach eine schöne Rückkehr in die Heimat!", schrieb der DOSB-Präsident ins Goldene Buch der Gemeinde. Als er das Schonacher Ortsschild gesehen habe, sei ihm richtig bewusst geworden, dass er nun wieder aus Südkorea zurück sei, scherzte er und bezeichnete es sogleich als "angenehme Pflicht, den Termin trotz Jetlag wahrzunehmen."

Stolz ging Hörmann auf die Medaillenbilanz des Teams D ein. Diese zeige, es gelte den Blick in die Zukunft zu lenken. Hörmann unterstrich die Bedeutung von "Jugend trainiert für Olympia und Paralympics" in einem Land, in dem sich viele Kinder zu wenig bewegen würden. Ziel sei es, dass Kinder mit einer Urkunde für ihre sportliche Leistung aus der Schule kommen, diese stolz zeigen und sie eventuell mal im Leistungssport ankommen.

Bevor Staatssekretär Schebesta das warme Büffet für eröffnet erklärte, übergab Frey den Ehrengästen, darunter auch Gerhard Böhm vom Bundesinnenministerium, noch einen Werkzeugsatz aus heimischer Produktion und betonte lachend: "Sie alle können durch gezieltes Schraubendrehen dazu beitragen, dass es uns allen gut geht." Hörmann wünschte er noch, dass es gelingt, die Olympischen Spiele wieder einmal nach Deutschland zu holen.