Foto: Claudius Wagenseil

Über 20 Gruppen ziehen durch Wasserfallstadt. Rund 1000 Besucher stehen säumen Straßen.

Triberg/Schonach - Der Triberger und der Schonacher Sonntagsumzug waren gut besucht. Fantasievolle Gruppen zogen bei angenehmem Wetter durch beide Gemeinden. Traditionsmasken und Vereine boten ein buntes Bild mit tollen Kostümen.

Seit 1987 führen die Radautrommler den Zug in Triberg an, so auch dieses Jahr, gefolgt von Narrenpolizist Rainer Buderath.

Die spanische und italienische Gemeinde waren als Sumos und Geishas gekommen. Motorisiert und mit lauter Musik beteiligten sich die Turmhexen am Umzug, um die Zuschauer zu strählen und mit Konfetti zu bewerfen.

Die Moosgeiß schloss sich mit einer kleinen, aber feinen Abordnung an, gefolgt von den Schillersteinhexen und den Bordell-Vielharmonikern.

Die erste Triberger Geisterbahn nahm die Zuschauer mit auf eine wilde Fahrt, gefolgt von den Burghexen Triberg. Narrenrat Sven Ketterer moderierte die Gruppen vom Rathaus aus an und begrüßte alle mit drei kräftigen "Narri-Narro", wie es sich gehört.

Die Gremmelsbacher Holzschuhklepfer waren sehr zahlreich gekommen. Der FC Triberg beteiligte sich mit einer großen Gruppe als Wikinger am Umzug, und die Oberstadt war "voll im Trend, dieses Jahr im Orient", mit Kamelen und fliegenden Teppichen ausgestattet. Die Wasserfallhexen schlossen sich gewohnt fröhlich an, und der Fanfarenzug sorgte für schunkelnde Hexen und Zuschauer.

Der Gutseleschlecker der Stabhalterei Freiamt verteilte Süßes an die Zuschauer, und eine Abordnung kam als Brauerei Freiamt. Die Ringer versorgten als Schwarzwurst-Marie die Menge mit Schwarzwurst und Kirschwasser.

Die traditionellen Einzelmasken des Fuchses und Federeschnabels flankierten den die Standarte tragenden Teufel und die Narrenräte. Es folgten die Spättle – sofort waren alle Hüte in Gefahr. Die Stadtmusik spielte fröhlich auf, sie hat viel zu feiern und wird dieses Jahr 250 Jahre alt. Die Teufel beschlossen den Umzug, und im Anschluss wurde im Kurhaus und in den Kneipen weiter gefeiert.

In Schonach begrüßte Narrenrat Robin Kienzler auf der "Rebstock"-Treppe die heimischen Narrengruppen, die beim Sonntagsumzug wieder einmal viel Fantasie und Kreativität bewiesen und von den Passanten am Straßenrand begeistert empfangen wurden.

Der Umzug wurde angeführt von den Geißenmeckerern mit ihren Mägden und vielen übermütigen Geißenkindern. Unter der Regie von Markus Kammerer sorgte die Kurkapelle für den musikalischen Schwung. Die Schützen-Hexen "us de Schone" waren überhaupt nicht gefährlich. Sie kamen mit ihrem Wagen und grüßten freundlich nach allen Seiten.

Familie Hahn sorgte mit den Mitarbeitern der Firma Wiha für ein lustiges Schneegestöber und hatte zahlreiche große und kleine Schneeflocken im Schlepptau. Eine weitere Gruppe bildeten mehrere hübsche Mamas, die "aus Italien" kamen und leckere "Pasta to go" (Nudeln zum Mitnehmen) verteilten. Zwei süße Himbeergeister erregten ebenfalls viel Aufsehen.

Der Stammtisch Fässle fuhr mit dem Lastwagen herbei. Dieses Mal saßen gefährliche Piraten auf dem Wagen und jagten mit viel Krach haufenweise Feinstaub in die Luft.

Die "Glucki-Schlucki-Truppe" vom Mühleweiher ließ ein Riesenplakat vor sich hertragen, und die Frauen von der Gruppe "So schee" stellten Mary Poppins mit Regenschirmen dar. Die Stammtischler vom Hotel "Schöne Aussicht" waren als Indianer verkleidet, und eine Schar stolzer Römer zeigte sich als harte Gesellen.

Als der Narrenrat unter dem Motto "Wir sind die Gallier" im Batzenwecken-Auto ankam, griffen die Römer sofort an, und es kam zu einem gefährlichen Straßenkampf. Doch zum Glück gab es keine Verletzten, weil sich die verfeindeten Völker in närrischer Manier gleich wieder versöhnten. Den Abschluss bildete ausnahmsweise nicht der Narrenrat mit Asterix und Obelix, sondern die vorbildlichen Rathausmitarbeiter, die in großen Mülleimern den Rest vom Fest entsorgten.