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Triberg Rasante Entwicklung miterlebt

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Foto: Seniorenkreis/Grafik: pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

Seit nunmehr 40 Jahren gibt es den Seniorenkreis Gremmelsbach. Was die Senioren in den vergangenen vier Jahrzehnten so alles erlebten, vor allem gemeinsam, ist in einem Ordner festgehalten.

Triberg-Gremmelsbach. Der Ordner mit den Erinnerungen an die Aktivitäten des Seniorenkreises Gremmelsbach enthält einen Text, überschrieben "Erinnerungen für alle, die vor 1945 geboren wurden", und das konnten alle im Gründungsjahr der Organisation mit Fug und Recht von sich behaupten. Der Verfasser hinterließ seinen Namen nicht, aber seine Beobachtungen sind treffend und die Formulierungen originell.

Geschichte brauchte man nicht studiert zu haben, um festzustellen, worauf die Senioren in ihren jungen Jahren verzichten mussten, teilweise ohne es zu merken, denn entweder ließen fest gefügte Bräuche an nichts anderes denken, oder es gab viele Erfindungen noch gar nicht.

Unbekannt waren damals Wäschetrockner, Mikrowellenherd, Ohrringe für Jungen und was noch alles. Man sprach auch noch meist Deutsch und verstand nicht, was Timing und Countdown ist. Fremdwörter waren Brokkoli und Joghurt. Fernsehen (Schwarz-Weiß) gab es zunächst nicht und dann war es nur für die Reichen. Dies alles erlebten die Senioren: eine atemberaubende Entwicklung.

Aber in die Jahre gekommen vermissten sie doch eines. "Sie kamen nicht mehr fort." Das beklagten einige, und es sollte sich sehr bald ändern. 1980 im März vermerkt die Liste der Aktionen des Seniorenkreises ein Frühlingsfest im Landgasthof Rössle, wobei die Musikkapelle Gremmelsbach und die Trachtentanzgruppe Triberg mitwirkten. Die Adventsfeier im Dezember war die nächste und einzige weitere Zusammenkunft in diesem Jahr. Was so 1980 als lockere Vereinigung begann, der eigentliche Anfang, nahm 1982 feste Formen an.

Rösslewirtin Elisabeth Günter lud die Senioren auf den 4. Februar zur Gründungsversammlung eines "Alten-Clubs" in die Pension Schoch ein, Vorschläge für Alten-Nachmittage und Ausflüge wurden besprochen. Damit hatten die Gremmelsbacher Senioren eine offizielle Organisation.

15 Jahre war Elisabeth Günter die Leiterin, sie wurde unterstützt von Paula Harter, Maria Ferdani, Hildegard Kränzler und Gisela Schlenker. 1995 gab sie ihr Amt ab. Ein anderes Team trat an ihre Stelle: Margarete und Bruno Kaiser, Gertrud Kufner und Alfred Kienzler, nach seinem frühen Tod trat Martha Kienzler an seine Stelle. Von da an hieß der "Alten-Club" dann "Senioren-Kreis", um das Wort "alt" mit seiner leicht negativen Bedeutung zu vermeiden.

Welchen Anteil der Verein in der Einwohnerschaft hatte, zeigt die Zahl von 132 älteren Mitbürgern in der Gemeinde im Jahr 2005. 2009 wurde ein neues Leitungsteam gebildet: Doris und Jürgen Engelke, Rosa Dieterle, Brigitte Kienzler, Steffi Laube, Gunhild Ritter und Albert Zeifang.

Die verschiedenen Vereinsaufgaben (Ausflüge, Kasse) sind auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verteilt, je nach Fähigkeiten und Interessen. Das Engagement ist wie eh und je das gleiche.

Ab 1990 werden die Senioren über 75 Jahren jedes Jahr an ihrem Geburtstag von einem Mitglied des Leitungsteams besucht und mit einem Geschenk geehrt.

Es gibt vielerlei Unternehmungen, angefangen von häufigen Kaffeenachmittagen, Advents- und Nikolausfeiern, Film- und Lichtbildervorträge bis hin zu Ausflügen. Immer hatten die Leitungsteams in der Auswahl der Ziele eine glückliche Hand. Unmöglich sie alle aufzuzählen, sicher ist, dass solche darunter waren, zu denen viele Senioren privat nie gekommen wären: der Steinwasenpark/Oberried, Rüdesheim, Porzellanmuseum in Ludwigsburg, die Chrysanthemenschau in Lahr, das Campus Galli in Messkirch, die Textilfabrik Trigema in Burladingen, die Rothausbrauerei.

Aber auch Ziele im Ausland, in der Schweiz: Stein am Rhein, der Vierwaldstättersee; im Elsass: der Odilienberg, Ribeauvillé, Straßburg, Colmar, die Töpferei in Soufflenheim, Krautergersheim, der Hartmannsweilerkopf.

Inzwischen finden die Veranstaltungen solchen Anklang, dass auch Senioren aus der Raumschaft Triberg daran teilnehmen. So wird das Gemeindeleben in Gremmelsbach durch den Seniorenkreis zu einem guten Teil mitgestaltet und ist nicht mehr wegzudenken.

Pandemie wirkt sich aus

All die Jahre fanden die Leitungsteams immer die volle Unterstützung der Ortsverwaltung. Wie in allen Vereinen ruht allerdings derzeit die Arbeit, Corona lässt die Vereinstätigkeit nicht mehr zu.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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