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Triberg Projekt macht Senioren mobil

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Foto: © Robert Kneschke – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Drittel aller Deutschen jenseits des 60. Lebensjahres stürzt mindestens einmal im Jahr. Neben den sturzbedingten Verletzungen, die letztlich die Mobilität beeinträchtigen, steigt das Risiko weiterer Einschränkungen, betont Petra Mommert-Jauch im Triberger Kurhaus.

Raumschaft Triberg. Sowohl die soziale Teilhabe als auch die Lebensqualität würden gemindert, erläuterte die Referentin bei ihrem Vortrag im Schwendi-Saal. Doch selbst beinahe folgenlose Stürze führen manchmal zu weiter gehenden Problemen, da diese das Selbstbewusstsein angreifen können.

Das Gesundheitsamt des Landkreises, die Schwenninger Krankenkasse sowie Petra Mommert-Jauch, promovierte Sportwissenschaftlerin und Inhaberin des ISR Instituts für Sport und Rehabilitation in Donaueschingen, haben das kreisweite Projekt "Vitales Alter – Pro Balance – Gegen den Sturz" ins Leben gerufen. Ziel sei es, die motorischen und kognitiven Fähigkeiten älterer Menschen mit speziellen Trainingsmethoden zu stärken, was ihnen zu mehr Balance und Gehsicherheit im Alltag verhelfen soll. Nachdem bereits Übungsleiter von Turnvereinen im Rahmen mehrtägiger Schulungen von Petra Mommert-Jauch ausgebildet worden waren, läuft nun die Phase der Umsetzung. "Gemeinsam möchten wir Sie für das Thema Sturz sensibilisieren und Ihnen ein Angebot im Schwarzwald-Baar-Kreis machen", erklärte Petra Mommert-Jauch den 13 interessierten Senioren. Natürlich beließ sie es nicht bei Erklärungen, sondern vermittelte über Übungen, wie man selbst aktiv werden kann.

Gangstörungen, verlangsamte Reaktionen, geschwächte Muskeln, niedriger Blutdruck sowie eingeschränktes Seh- und Hörvermögen seien nur einige der vielen Faktoren, welche die Gefahr von Stürzen im Alter erhöhen. Diverse Medikamente, aber auch psychische Erkrankungen könnten Menschen wortwörtlich aus der Bahn werfen, wusste Petra Mommert-Jauch. Die Gesundheitsexpertin und mehrfache Buchautorin erzählte, dass der erste Sturz oft eine Negativspirale auslöse. Aus Angst, noch einmal zu stürzen, bewegen sich ältere Menschen weniger, wodurch sich Kraft und Koordinationsvermögen zusätzlich verringern, was Unsicherheit und wiederholte Stürze zur Folge hat. "Umso wichtiger ist regelmäßiges Training. Das führt nicht nur zu mehr Sicherheit und Leistungsvermögen, sondern auch zu einer deutlich höheren Lebensqualität im Alter", betonte sie.

Durch Spaziergänge, regelmäßige Bewegung und gezielte Übungen, die auch in den Alltag eingebaut werden können, kann effektiv etwas dagegen getan werden. Für die Raumschaft Triberg wird nun ab heute, Donnerstag, 19. September, ab 15.30 Uhr im Kurhaus ein entsprechender Kurs angeboten: Die Übungsleiterin und Sportlehrerin Maria Huber leitet den jeweils einstündigen Kurs. Es gibt zehn bis zwölf Übungseinheiten. Maximal zwölf Teilnehmer kann die Leiterin aufnehmen, es seien noch einige wenige Plätze frei, betonte Maria Huber. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 07722/15 61 noch möglich.

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