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Triberg Mit Glückskäfer, aber ohne Handy und Smartwatch

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Für 43 Schüler haben am Schwarzwald-Gymnasium Triberg die Prüfungen begonnen. Foto: Börsig-Kienzler

Triberg - Punkt 8 Uhr war es am Dienstagmorgen soweit: Die schriftlichen Abiturprüfungen begannen traditionell mit dem Pflichtfach Deutsch und somit auch für die 43 Abiturienten des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg.

"Bitte Ruhe – Abitur" ist auf Plakaten im Flur der Schule zu lesen. Die weiteren Schüler wissen, dass sie sich in den nächsten Tagen besonders ruhig verhalten müssen, um die Abiturienten nicht zu stören. Diese hatten am Dienstag gleich zum Auftakt die längste Prüfung vor sich: fünfeinhalb Stunden Deutsch, also 330 Minuten volle Konzentration. "Das ist ganz schön lang", räumt auch Schulleiter Oliver Kiefer im Gespräch mit unserer Zeitung ein. "Vom Ablauf her ist es aber gut, denn nun haben alle die zeitlich aufwendigste Prüfung hinter sich".

"Die Schüler sind alle guten Mutes. In gesundem Maße nervös", schildert der 40-Jährige und verrät schmunzelnd: "Wir sind alle froh, dass es nach langer Vorbereitungszeit endlich losgeht – auch ich". Kein Wunder. Ist der sechste G8-Jahrgang, der dieses Jahr am Schwarzwald-Gymnasium Triberg seine Prüfung ablegt, auch der erste in Kiefers Amtszeit. Da er zudem einen der beiden Deutschkurse leitet, fiebert er mit den Schülern ohnehin mit. Zwischen fünf Themen konnten diese auswählen.

Beim ersten Thema galt es eine Textstelle aus "Homo Faber" von Max Frisch zu interpretieren und mit Georg Büchners "Dantons Tod" zu vergleichen. Dabei ging es um die Selbstbilder der beiden Protagonisten. Beim zweiten Thema stand eine Interpretation an. Hier mussten zwei Herbstgedichte, von Georg Trakl und Georg Britting, verglichen werden. Die Interpretation einer Kursgeschichte war das dritte Thema, das vierte das Verfassen eines Essays zu "Die Macht der Sprache". Hierzu bekamen die Prüflinge viele Materialen an die Hand. Das fünfte Thema war der "Zeit"-Artikel "Wir Tugendterroristen" von Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen aus dem Jahr 2012.

"Insgesamt fielen die gestellten Themen wie zu erwarten aus", resümiert Kiefer und ergänzt: "Sie sind dieses Jahr durchaus anspruchsvoll, aber für gut vorbereitete Schüler auch machbar." Er und seine Kollegin, Lehrerin Carola Reffel, die den zweiten Deutschkurs unterrichtet, gehen davon aus, dass von ihren Schützlingen diesmal alle Themen besetzt werden. Tendenziell nehmen die Schüler jedoch mehrheitlich das erste Thema, wissen sie aus Erfahrung. Wie sie sich während der Prüfungen in dieser und in der kommenden Woche zu verhalten haben, erfuhren die Abiturienten schon am Montag bei der sogenannten Vergatterung. "Das ist für alle Schulen ein Pflichttermin", erklärt Kiefer. Er und sein Stellvertreter Hubertus Koch informierten dabei die Schüler über die Abläufe, was sie verwenden dürfen und wie die Toilettengänge geregelt sind.

"Sie dürfen während den Prüfungen auch nichts bei sich tragen, mit dem sie Zugang zum Internet haben", informiert Kiefer weiter. "Alle Handys und auch Smartwatches müssen vor Beginn in den bereitgestellten Handykasten gelegt werden."

Unterstützung seitens der Schulleitung bekommen die Schüler in diesen Tagen übrigens auch in süßer Form: Sekretärin Angelika Scherzinger legte in den beiden Prüfungsräumen im Obergeschoss auf jeden Tisch wieder Glückskäfer aus Schokolade und Traubernzucker-Stücke, "damit die Schüler ihre leeren Tanks" zwischendurch auffüllen können", wie Kiefer lächelnd bemerkte. Mit dem Eintreffen der neuen Englisch- und Mathematikaufgaben, nach dem vor kurzem stattgefundenen Einbruch in ein Stuttgarter Gymnasium, rechnet er am Mittwoch. So können auch in diesen Fächern wie geplant am Freitag, 28. April und Mittwoch, 3. Mai, Prüfungen stattfinden. Die mündlichen Prüfungen sind am 27. Juni.

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