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Triberg Medizinische Versorgungs-Assistentin entlastet Hausarztpraxis

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Michelle Mandic hat die VERAH-Zusatzausbildung erfolgreich abgeschlossen - eine Entlastung für die Praxis von Markus Ruch. Foto: Kienzler

Triberg - Arzthelferin Michelle Mandic hat vor wenigen Wochen eine anspruchsvolle Zusatzausbildung erfolgreich abgeschlossen. Sie kann jetzt Patienten in ihrem Zuhause besuchen und betreuen.

Bisher hieß ihre korrekte Berufsbezeichnung zwar nicht Arzthelferin, wie sie im Volksmund bezeichnet wird, sondern Medizinische Fachangestellte (MFA). Da die junge Frau nun nach monatelanger Weiterbildung in Offenburg die Abschlussprüfung bestanden hat, ist sie zusätzlich auch medizinische Versorgungs-Assistentin in der Hausarztpraxis (VERAH).

Michelle Mandic arbeitet seit vier Jahren in der internistischen Praxis Ruch in Triberg. "Die Fortbildung zur VERAH war für mich ein wichtiges Ziel zur beruflichen Weiterentwicklung", freut sich die Assistentin. Durch die neuerworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten könne sie ihren Chef sowohl in der Praxis, als auch bei Hausbesuchen unterstützen und entlasten, wie sie weiter betont.

Versorgungsprobleme auf dem Land

Mit der jungen Fachkraft freut sich auch Mediziner Markus Ruch, der als ihr Chef die praktische Ausbildung begleitet hat. "Der Einsatz einer Versorgungs-Assistentin in unserer Hausarztpraxis ist für mich ein großer Gewinn und wird immer wichtiger, um das Versorgungsproblem der älter werdenden Gesellschaft vor allem im ländlichen Bereich zu lösen", berichtet Ruch.

Der Facharzt für Innere Medizin und hausärztliche Internist, der aus Triberg stammt und hier seit einigen Jahren auch praktiziert, ist froh darüber, dass Mandic die Ausbildung zur VERAH erfolgreich absolviert hat.

"Der Landärztemangel ist ja bereits seit langer Zeit bekannt, und gleichzeitig nimmt die medizinische Versorgung von älteren und pflegebedürftigen Menschen im häuslichen Umfeld stark zu", argumentiert der Mediziner. Nun könne ihm die VERAH tatkräftig dabei helfen, auch in Zukunft die medizinische Versorgung seiner Patienten in Triberg, Nußbach und Gremmelsbach sowie in Schonach und Schönwald aufrecht zu erhalten. Aber auch im Pflegeheim und in den entlegenen Außenbezirken ringsum wird Michelle Mandic Hausbesuche machen.

"Ein weiterer Vorteil ist, dass die Patienten dabei vom vertrauten Praxispersonal betreut werden, das oft schon seit Jahren die Kranken- und Lebensgeschichte kennt", so Ruch. Die Hausarztpraxis als zentraler Ort der medizinischen Versorgung wird dadurch weiter gestärkt, wie er versichert.

Auch häusliche Impfungen sind möglich

Die neue VERAH freut sich auf ihre künftigen Aufgaben. Sie darf einfache Routine-Hausbesuche machen, dabei Blut abnehmen, häusliche Impfungen durchführen, chronische Wunden versorgen, Verbände erneuern oder hochbetagte Patienten dabei unterstützen, ihre medizinische und soziale Versorgung besser zu strukturieren.

"Wer nicht fit genug ist, um in die Praxis zu kommen, ist dankbar für jeden Hausbesuch", weiß die medizinische Mitarbeiterin. Jedoch bei akuten Problemen wird weiterhin der Arzt selber den Hausbesuch durchführen, wie sie ergänzt.

Die Weiterbildungsmaßnahme für Medizinische Fachangestellte (MFA) zur Versorgungs-Assistenten in der Hausarztpraxis (VERAH) wird durchgeführt vom Institut für Hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband. Das VERAH-Konzept wurde gemeinsam mit dem Verband medizinischer Fachberufe entwickelt. Der Kurs kann berufsbegleitend oder auch mit teilweiser Freistellung besucht werden.

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