Entsetzen bei den Wehrleuten, als sie plötzlich eine verkohlte Leiche fanden, die in einem Zaun lag. Foto: Liebau

Feuerwehr findet bei Löscharbeiten verbrannten Leichnam. Brandursache noch ungeklärt.

Triberg-Gremmelsbach - Einen grausigen Fund machten Feuerwehrleute am Mittwochnachmittag bei Löscharbeiten nahe des Baugebietes Sommerberg. Sie fanden die verbrannte Leiche eines Mannes, vermutlich die eines vermissten Gremmelsbacher Landwirtes.

Etwa gegen 16.40 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Gemeldet wurde ein Flächenbrand am Baugebiet Sommerberg. »Als die Gremmelsbacher Kameraden vor Ort waren, war klar, dass Verstärkung her musste« berichtete Gesamtkommandant Jens Wallishauser dem Schwarzwälder Boten vor Ort. So waren es dann insgesamt 45 Mann aus Gremmelsbach, Triberg und Nußbach, die das Feuer bekämpften. Rund zwei Hektar Fläche, bewachsen mit Ginsterbüschen, standen in lodernden Flammen.

Entsetzen bei den Wehrleuten, als sie plötzlich eine verkohlte Leiche fanden, die in einem Zaun lag. Die herbeigerufene Kriminalpolizei sperrte nach Löschung des Brandes das Gelände ab und nahm Ermittlungen auf.

Noch nicht endgültig geklärt war gestern Abend die Identität des Toten. Vieles spricht dafür, dass es sich um den Besitzer der Fläche und des Waldes, einen älteren Landwirt handelt. So wurde sein Traktor unweit des Brandortes gefunden und er war seit Ausbruch des Feuers vermisst. Es wird vermutet, dass der Mann bei einer gezielten Brandrodung des Geländes ums Leben kam. Ob das aber auch zweifelsfrei so war, steht noch nicht fest. Todesursache und Identität müssen erst von einem Gerichtsmediziner bestätigt werden. Auch wird ein Sachverständiger versuchen, die genaue Ursache des Feuers zu ermitteln.
Dass der Landwirt von dem Feuer überrascht wurde, dafür spricht die Beobachtung von Kommandant Jens Wallishauser. »Der Boden hier in sonniger Lage ist völlig ausgetrocknet und fängt sofort Feuer, das darf man nicht unterschätzen. Das Gelände heißt hier nicht umsonst ›Sommerberg‹«, meinte der Kommandant.

Der Wehr gelang es, das Feuer zu löschen und den angrenzenden Fichtenwald zu schützen. Dennoch dauerte es mehre Stunden, bis sichergestellt war, dass die schwelende Wurzelschicht vollständig gelöscht und ein Wiederaufflammen ausgeschlossen war.

Große Bestürzung herrscht im Dorf, als die Nachricht vom vermutlichen Tod des Landwirtes die Runde macht. »Ich habe zur Unterstützung der Angehörigen den Feuerwehr-Seelsorger angefordert«, erklärt Jens Wallishauser.

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