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Triberg Imaginäre Ampel zeigt meistens grün

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In nahezu perfektem "Corona-Abstand" stellen sich die Akteure zu einem Erinnerungsfoto: Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold (von links), Sandra Sieber, Phillipp Hilsenbek Geschäftsbereichsleiter Standortortpolitik IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Referent Peter Markert, Georg Wiengarn, Sarah und Thomas Weißer.Foto: Stein Foto: Schwarzwälder Bote

Um neue Wege zur Stabilisierung und Stärkung des Einkaufs- und Erlebnisstandortes Triberg aufzuzeigen, lud Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold Interessierte aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel zu einem "Arbeitsabend" in den großen Saal des Kurhauses der Wasserfallstadt ein.

Triberg. "Wie in vielen anderen Städten leidet auch der Triberger Einzelhandel seit Jahren an strukturellen Veränderungen. Vor allem der Online-Handel, aber auch die Verlagerung von Geschäften in Ballungszentren und Gewerbegebiete machen dem Einzelhandel zu schaffen. Durch die Corona-Krise hat sich die Situation in einigen Geschäften noch weiter verschärft", schreibt Arnold in seinem Einladungsschreiben.

"Unser Ziel in dieser Auftaktveranstaltung ist es, zunächst belastbare Impulse zu schnell umsetzbaren sowie strategischen Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung und zur Weiterentwicklung der Innenstadt zu erarbeiten", so Arnold weiter.

Derzeitige Situation wird aufgezeigt

Bürgermeister Gallus Strobel begrüßte die etwa 50 Besucher und übergab danach das Mikrofon an den Referenten Peter Markert, von der Akademie "Imakomm" aus Stuttgart und Aalen, die bereits mehr als 300 Gemeinden betreut und mit ihrem Know-How ihren Kunden wertvolle Impulse in Sachen "Qualitätsoffensive" an die Hand gibt.

Anhand einer Präsentation zeigte Markert die derzeitige Situation anhand seiner Tour durch die untere Mittelstadt auf. Nach einer positiven Beurteilung des Bahnhofsbereichs lobte der Referent auch die Gerwigstraße mit ihrer attraktiven Begrünung. Jedoch ab dem früheren Bettenhaus Kohler-Schätzle bis unterhalb des Marktplatzes stellte Markert in seiner Präsentation ernüchternd fest, "dass hier ein massiver Investitionsstau und ein von Leerständen dominierter Bereich herrsche."

Diese Situation kennzeichnete der Vortragende in seiner Präsentation deutlich mit dem Symbol einer roten Ampel. Ab dem "Triberg-Land" über das Zentrum bis hin zum Boulevard zeigte seine imaginäre Ampel vorwiegend "grün", wenn es auch in diesem Bereich noch Verbesserungsmöglichkeiten gäbe. Obwohl diese Situation in Triberg bestens bekannt ist, zeigten sich die Gäste doch betroffen.

Aus dem Kreis der Anwesenden wurden zu einem Brainstorming drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit folgenden Themen beschäftigten: "Unser Produkt–Standort Innenstadt" (Leitung Sandra Sieber), "Unser gemeinsames Marketing" (Sarah und Thomas Weißer) und Georg Wiengarn für die Sparte "Unsere Betriebe".

Gemeinsame Ergebnisse evaluiert

Nach etwa einer Stunde legten die Gruppenverantwortlichen, darunter Gemeinderat Klaus Nagel, ihre gemeinsamen Ergebnisse, die man nach regen und auch zum Teil heftigen Diskussionen mühsam erarbeitet hatte, zur Evaluierung vor.

Wiengarn stellte den seiner Meinung nach getätigten "Spruch des Abends" von Friseurmeisterin Larissa Thaesler "Wir sind Triberg" als sehr gelungen und zutreffend vor.

"Diese Aussage spricht für sich. Soll sie doch jedem aufzeigen, dass wir alle zukünftig noch mehr an einem Strang ziehen müssen. Sie soll sich wie ein roter Faden durch unsere neu ins Leben gerufene ›Qualitätsoffensive Triberger Einzelhandel‹ ziehen", meinte der Hotelier.

Die erarbeiteten Notizen aus den Gruppenarbeiten werden in den nächsten zwei Monaten von der Firma "Imakomm" bearbeitet und danach mit den Verantwortlichen besprochen und danach veröffentlicht.

Bürgermeister Strobel lobte zum Abschluss der Veranstaltung den Referenten für viele neue Erkenntnisse, die alle Anwesenden aus diesem vielversprechenden Konzept mit auf den Heimweg nehmen konnten.

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