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Triberg Herausfordernde Zeit für den Handel

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"Mein kleiner Wald" ist umgezogen in die Räume der Buchhandlung Schönenberger (oben links). Das Ehepaar Angelica und Roberto Pricoli betreibt in der Unterstadt einen Kiosk mit einem kleinen Bistro (oben rechts). Wo bis vor wenigen Wochen Antiquitäten erworben werden konnten, stellen heute Ulrike Balkau Skulpturen und ihr Mann Günter Bilder aus – die beiden Künstler leben in Schramberg-Tennenbronn (unten links). Viele Tribergern bedauern sicherlich, dass die Bäckerei Kienzler die Filiale in der Hauptstraße geschlossen hat. Sie betreibt allerdings weiterhin die Filiale beim Nettomarkt, die neu gestaltet wurde. Fotos: Kommert Foto: Schwarzwälder Bote

Kürzlich startete die Stadt Triberg gemeinsam mit dem örtlichen Forum Einzelhandel und Gewerbe eine Qualitätsoffensive zur Stärkung des Einzelhandels – in der Hoffnung, dass man auch Neueröffnungen erreichen könnte.

Triberg. Noch – sicherlich auch Corona-bedingt – ist derzeit in der Mittel- wie der Unterstadt großteils eher das Gegenteil der Fall. Noch vor wenigen Monaten berichtete unsere Zeitung von Geschäftseröffnungen in diesem Bereich, darunter das Spielwarengeschäft "Mein Kleiner Wald" und ein Antiquitätengeschäft in der Hauptstraße 44, dazu diverse Shisha-Lounges. Nun ist dort eher wieder Ruhe eingekehrt: Das von der Familie Kaczmarek betriebene Antiquitätengeschäft ist ebenso ausgezogen wie das Geschäft "Mein kleiner Wald" von Angelique Tiberi. Letztere hat sich mit Madlen Schlak zusammengetan und ist in deren Buchhandlung Schönenberger mit eingezogen.

Skulpturen und Gemälde werden ausgestellt

"Das Antiquitätengeschäft musste aus gesundheitlichen Gründen geschlossen werden", wusste dazu die Verwaltung der Stadt. Immerhin – die Räume stehen nicht gänzlich leer: Moderne Skulpturen und Gemälde zieren sie. "Viera Joos hat mir angeboten, im derzeit leerstehenden Ladengeschäft Kunst auszustellen", erzählt dazu die Bildhauerin Ulrike Balkau im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Sie steuerte die Skulpturen bei, ihr Mann Günter Balkau die Bilder – beide sehr modern und extravagant "Wir waren von dieser Idee  spontan begeistert, das bringt hoffentlich etwas  Abwechslung in die Hauptstraße", erzählte die Künstlerin.

Doch auch weitere Geschäfte haben sich zurückgezogen. So auch das Versicherungsbüro Streit und Schuster, das allerdings an die Hornberger Straße in der Unterstadt umgezogen ist.

Seit dem 20. Juli ist auch noch die langjährige Filiale des "Backhäusle" in der Hauptstraße geschlossen. "Die Information, dass die Bäckerei Kienzler aus Schonach schließt, liegt uns vor. Das Backhäusle betreibt jedoch wie schon zuvor die nun neu gestaltete Bäckerei im neuen Netto-Discounter in der Schwendistraße", lautete dazu die Auskunft von Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold auf Anfrage.

Belebung des Bereichs unterhalb des Marktplatzes

Arnold ist keiner, der aufgibt. "Wir sehen eine Chance mit einer Belebung des Bereichs unterhalb des Marktplatzes mit der Eröffnung des geplanten Camping-Hotels und der Weiterführung des Boulevards. Darüber hinaus erhoffen wir uns weitere Impulse im Rahmen der Qualitätsoffensive Triberger Einzelhandel in Zusammenarbeit mit der Akademie Imakomm aus Aalen", betonte Arnold weiter gegenüber unserer Zeitung.

Ein Beispiel dafür, dass es in der Unterstadt von Triberg auch möglich ist, erfolgreich ein Geschäft zu betreiben – ist der Friseursalon "Eleganza" in der Gerwigstraße. Nun hat unterhalb des Salons ein weiteres Lokal seine Pforten geöffnet. Hier betreiben Angelica und Roberto Pricoli einen Kiosk mit einem kleinen Bistro. Noch hat das Ehepaar bislang allerdings noch keine Ausschank-Genehmigung für Alkohol, das Verfahren dazu sei noch im Laufen. Doch Kaffee-Spezialitäten, Kaltgetränke und auch kleinere Speisen kann man schon heute zu sich nehmen – drinnen im kleinen Lokal oder auch im Freien. Daneben werden vielerlei Artikel im Kioskbetrieb angeboten.

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