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Triberg Grüne Stachel jucken schwarzen Gallus nicht

Von

Von Jürgen Liebau

Triberg/Offenburg. Die einen nehmen's mit Humor, die anderen schütteln entgeistert den Kopf – und die Grüne Jugend Ortenau macht ein Politikum draus. Es geht mal wieder um die Männerparkplätze. Und diesmal ist es kein amerikanischer Fernsehsender, der die neue Triberger Touristenattraktion durch den Kakao zieht – nein, diesmal ist es die Grüne Parteijugend, die sich allen Ernstes ereifert.

In einem gepfefferten Brief an Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel, der von sieben Frauen und drei Männern unterschrieben wurde, wirft der Politiknachwuchs dem Schultes unterschwellig Sexismus vor. Sie behaupten, dass Strobel das Prinzip von Frauenparkplätzen nicht verstanden habe. Diese gebe es nicht, betonen sie, weil diese breiter seien, sondern weil sie in Parkhäusern nahe am Eingang Frauen in der Dunkelheit mehr Schutz bieten.

"Ihre Männerparkplätze hingegen sind, nach Ihren Aussagen, dazu da, damit Männer dort zeigen können, wie gut sie einparken können", schreiben die jungen Grünen und ergänzen: "Ihre Interpretation von Männerparkplätzen als Showbühne der männlichen Parkkunst zementiert hingegen das Klischee Frauen könnten nicht Einparken".

Die jungen Grünen fordern Strobel deshalb auf, die Kennzeichnungen der Männerparkplätze zu entfernen "und die Werbung für Triberg in Zukunft wieder mit wirklichen Attraktionen zu gestalten." Weiter heißt es: "Zugegeben ihr Marketingtrick hat sehr gut funktioniert, leider. Dennoch können es nicht alle Bürgerinnen und Bürger gut heißen, dass Sie mit Ihren öffentlichen Äußerungen die Errungenschaften vieler feministischer Aktivisten und Aktivistinnen in den Schmutz ziehen."

"Mit humorlosen Reaktionen habe ich gerechnet."

"Mit humorlosen Reaktionen der politisch Korrekten habe ich gerechnet", kontert Strobel (CDU) in einem Antwortschreiben, dass er gestern verschickte. Er könne darin versichern, dass die Zustimmung zu den Männerparkplätzen "in weit überwiegendem Maße sehr positiv" ausgefallen sei. "Unsere Marketingidee, bei der wir ein vorhandenes Klischee benutzt haben, hat zu einer weltweiten Bekanntheit der Stadt Triberg beigetragen", betont der Schultes. Deswegen könne er dem Wunsch der Grünen nicht nachkommen.

Die Stadt, ergänzt Strobel, habe die Männerparkplätze zwischenzeitlich beschildert, damit die Touristen sie leichter finden können. Bei den Stadtführungen werden die Männerparkplätze einbezogen, was dem vielfachen Wunsch der Touristen entspreche. "Bei einem Besuch in Triberg können Sie sogar schon T-Shirts mit der Aufschrift ›Männerparkplatz Triberg‹ erwerben", betont Strobel.

Im Übrigen "freue" er sich über den öffentlichen Brief der Grünen Jugend, denn dadurch werde die Medienwirksamkeit Tribergs noch weiter erhöht.

Als Dank habe er deshalb dem Brief ein Büchlein über die Männerparkplätze beigelegt, das der heimische Schriftsteller und Dichter Dieter Stein soeben fertig gestellt hat.

 
 

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Christel Börsig-Kienzler

Fax: 07722 86655-15

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