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Triberg Ganz nah dran an den Massai

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Eine Szene aus dem Film: Die Massai beobachten eine Giraffe auf dem Feld. Foto: Alpha Centauri Foto: Schwarzwälder Bote

Triberg. Als Mitteleuropäer in Kenia bei und mit den Massai leben? Das hört sich, zugegebenermaßen, doch sehr nach einem riskanten Abenteuer an. Der Tübinger Filmemacher Benjamin Eicher war der erste weiße Mann, der in den Stamm der Hirtenkrieger aufgenommen wurde. Er wollte lernen, ein Massai-Krieger zu werden. Gemeinsam mit seinem Team reiste Eicher nach Kenia in das Stammesgebiet der Massai und drehte den ergreifenden Dokumentarfilm "Der weiße Massai-Krieger". Die Reise ging in die Masai Mara, ein tierreiches Naturschutz-Gebiet im nördlichen Teil der Serengeti.

Die Massai sind einer der ältesten und traditionsreichsten Stämme Afrikas überhaupt. Allerdings ist das Nomadenvolk, samt seinen Traditionen im Einklang mit der Natur, vom Aussterben bedroht.

Am Sonntagabend weilte Timo Joh. Mayer, Produzent und Kameramann des Streifens, in Triberg. In den Kronenlichtspielen bei Anton Retzbach präsentierte er den Film und das Interesse daran war sehr groß. Er berichtete über das Zustandekommen und gab interessante Hintergrundinformationen zum Filmprojekt.

Man habe zwei Monate Zeit gehabt, um das Vorhaben zu realisieren. Das Unternehmen sei dann aber ganz anders abgelaufen, als ursprünglich gedacht. Alles sei viel intensiver und tiefer gewesen, berichtete Timo Mayer den sichtlich beeindruckten Besuchern. Sein Kollege Benjamin Eicher führte Regie und übernahm auch die Hauptrolle. Er sollte eng am täglichen Leben der Massai teilnehmen und von ihnen lernen, ein Krieger zu sein.

Eicher und sein Team hatten, um wirklich glaubhaft in die Kultur dieses noch weitgehend ursprünglich lebenden Volkes einzutauchen, durchaus auch heikle Situationen und für westliches Empfinden teilweise sehr fremd anmutende Erlebnisse zu bewältigen. War man sich doch, so erzählte Timo Mayer, eigentlich im Vorfeld bei den Planungen und Vorbereitungen für den Dreh in Kenia darin einig, zum Beispiel kein Blut der geschlachteten Tiere zu trinken.

Im engen alltäglichen Zusammensein mit den Massai kam es dann aber anders. Allerdings, so der Kameramann, fühlte sich so manche Situation dann vor Ort plötzlich ganz anders an, als vorher von zuhause aus vermutet.

Der Dokumentarfilm wirkte auf beeindruckende Weise real, lebensecht und sehr authentisch. Viel mehr soll vorab nicht verraten werden. "Aber es lohnt sich sehr, für diesen meisterhaft gedrehten und wunderbar arrangierten Film mal wieder ins Kino zu gehen. Tolle Landschaftsbilder, die fast hautnah erlebte Tierwelt und natürlich die erzählte Geschichte der Erziehung eines Mitteleuropäers zum ›Weißen Massai-Krieger‹, machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem", schwärmt ein Zuschauer. Der Film fordere die Besucher zudem auf, noch intensiver darüber nachzudenken, was nicht nur die Massai, sondern die gesamte Menschheit verlöre, falls die Masai Mara mit ihrer Tierwelt und den Bewohnern in ihrer heutigen Form verschwinden würde.

Im Anschluss an den Film beantwortete Timo Joh. Mayer sehr engagiert die zahlreichen Fragen der Gäste und blieb noch für das ein oder andere Gespräch vor Ort im Kino. Die Kronenlichtspiele Triberg zeigen den sehenswerten Dokumentarstreifen die ganze Woche noch.

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