"Hintergässler" Dieter Stein erzählt bei seiner Lesung in den Triberger Kronenlichtspielen, wie er und seine Freunde einst umsonst ins Kino kamen. Den Besuchern des Seniorenkinos und Charlie Chaplin gefällt’s. Foto: Börsig-Kienzler Foto: Schwarzwälder-Bote

Autor Dieter Stein bringt weitere Lausbubengeschichten zu Papier

Von Christel Börsig-Kienzler Triberg. Es ist kaum zu glauben: Der "Hintergässler IV" des Tribergers Dieter Stein ist gerade einmal im Oktober auf den Markt gekommen und schon ist das lesenswerte Buch mit lustigen Geschichten, Fotos und Karikaturen über die Jugendstreiche des ehemaligen Bewohners der Gartenstraße fast vergriffen.

Auch am Mittwochnachmittag war "der vierte Band der Trilogie" des passionierten Schreibers begehrt. In kleinem Rahmen las Stein im Kinofoyer im Anschluss an das Seniorenkino vor. Bei Kaffee und Kuchen lauschten Frauen und Männer aufmerksam den Ausführungen des "Hintergässlers". Die Mimik und Gestik Steins amüsierte sie dabei genauso wie seine Anekdoten auf CD (Hörbuch). Die Zuhörer fühlten sich bestens unterhalten und ließen Steins neuestes Werk von ihm signieren.

Da es nicht die erste Lesung Steins war, wollte er seinem Publikum noch etwas Besonderes bieten. Für seinen Besuch im Kino hatte er daher eigens die Geschichte mit dem Titel "Der Kinobesuch" zu Papier gebracht. Er hatte beim Vorlesen genauso Spaß, wie seine Zuhörer, zumal er diesen verriet, wie er und seine Freunde als junge Burschen einst mit einem Trick umsonst in Kinovorstellungen gelangten.

Auf die Idee, weitere Erlebnisse aufzuschreiben, war Stein übrigens bei seiner jüngsten Lesung im Triberger "Nachtkrapp" gekommen. Anwesende "Hintergässler" und Besucher erinnerten ihn an so manches heitere Vorkommnis, beispielsweise wie er mit einem "Sanella-Bild" die ganze Straße in Aufruhr brachte.

Den eigentlichen Anstoß dazu, weiter zu schreiben, gab Stein allerdings sein in Texas lebender Freund Klaus Endruschat. "Beim Chatten mit ihm am PC erinnerte er mich an unsere früheren Kinoaufenthalte", plaudert Stein im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten und verrät auf Anfrage, dass er die Geschichte in seinem neuesten Buch veröffentlichen will. An diesem arbeitet er nämlich schon, obwohl er "eigentlich keines mehr herausbringen wollte".

Wer den Verfasser der Triberger Hintergass-Geschichten kennt, weiß, dass Stein das Schreiben einfach nicht lassen kann. Alle Fans seiner Lausbubengeschichten dürfen sich deshalb auf einen fünften Band des "Hintergässlers" freuen. Dieser wird voraussichtlich im Herbst 2011 erscheinen. Stein recherchiert bereits kräftig und sucht nach Bildern, um alles auch anschaulich der Nachwelt dokumentieren zu können.

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