Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Triberg Energiesysteme werden bundesweit vernetzt

Von
Hartmut Burger, Leiter Messstellenbetrieb bei der EGT Energie GmbH Foto: EGT Foto: Schwarzwälder Bote

Der steigende Anteil erneuerbarer Energien im Energiesystem stellt das Stromnetz vor ganz neue Herausforderungen. Damit der Strom dort ankommt, wo er benötigt wird und konstant verfügbar ist, ist eine sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Energieverbrauchern und -erzeugern unerlässlich.

Triberg. Mit einem sogenannten "Smart Meter" soll laut einer Pressemeldung der EGT Energie GmbH in Zukunft die Digitalisierung der Energiewende unterstützt werden. Bei einem "Smart Meter" handelt es sich in Deutschland um einen digitalen und fernauslesbaren Stromzähler, der aus zwei Komponenten besteht: der Messeinrichtung und einem "Smart Meter Gateway"– zusammen intelligentes Messsystem (iMSys) genannt. Das "Smart Meter Gateway" ist ein Datenspeicher inklusive einer Kommunikationseinheit, die ein oder mehrere Messeinrichtungen mit anderen technischen Geräten wie beispielsweise den erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen in einem Kommunikationsnetz miteinander verknüpft. Das ermögliche es, aktuelle Verbrauchsdaten zu erfassen, zu verarbeiten und zu versenden, so dass sie von allen beteiligten Akteuren sicher und zuverlässig ausgelesen werden können.

Bei den "Smart Metern" wird zwischen modernen und intelligenten Messsystemen unterschieden. Moderne Systeme können lediglich elektronisch den Energieverbrauch messen und in verschiedenen Zeitfenstern darstellen während intelligente Einrichtung zudem kommunikationsfähig sind.

Digitalisierung folgt Gesetz

Ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung der Energiewende ist die intelligente Verknüpfung der verschiedenen Erzeugungsanlagen, der Netze und des Verbrauchs mit "Smart Metern". Den Grundstein hierfür legte das "Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende" (GDEW), das im September 2016 in Kraft getreten ist – Kernstück des GDEW ist das Messstellenbetriebsgesetz.

Demnach sollen bis 2032 alle Stromzähler in Deutschland intelligent oder zumindest modern sein. Am 24. Februar 2020 ist die Markterklärung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Kraft getreten. Zum Start der flächendeckenden Umstellung erhalten Stromkunden mit einem Jahresverbrauch von 6 000 bis 100 000 kWh ein intelligentes Messsystem (iMSys). Die Verpflichtung gilt im ersten Schritt nur für reine Verbrauchsanlagen und wird zu einem späteren Zeitpunkt um Erzeugungsanlagen erweitert.

Für die grundzuständigen Messstellenbetreiber bedeutet dies, dass nun die Zeit läuft, in der sie ihre Pflichteinbauten zwingend vornehmen müssen. Die EGT Energie GmbH hat bereits 2018 mit dem Einbau von modernen Messeinrichtungen begonnen.

In den kommenden Jahren wird sie rund 25 000 analoge Stromzähler im eigenen Netzgebiet austauschen und durch digitale Zähler ersetzen. Betroffen sind die Gemeinden Hornberg, Triberg, Schonach, Schönwald, Furtwangen, St. Georgen und Unterkirnach einschließlich deren Teilorte.

Die EGT Energie GmbH und EWS Schönau eG haben in einer gemeinsamen Tochtergesellschaft die neue Zähler und Gateway-Technologie bereits im Feldtestprojekt "Strom-Community" für Endkunden erprobt.

"Das Projekt ist natürlich gerade mit Blick auf die Mehrwertdienste für den Endkunden äußerst interessant", so Hartmut Burger, Leiter Messstellenbetrieb bei der EGT Energie GmbH. Einen entscheidenden Vorteil der intelligenten Messsysteme für die EGT-Kunden sieht darin, dass sie eine höhere Transparenz über den eigenen Verbrauch erlangen und so von zeitvariablen Stromtarifen und anderen Mehrwertdiensten profitieren können.

"Durch die tägliche Datenauslesung und Visualisierung hat der Kunde seinen Stromverbrauch jederzeit im Blick und kann so Energiekosten einsparen", erklärt Burger. "Datenschutz und Datensicherheit haben dabei oberste Priorität." Die Kunden, bei denen ein Pflichteinbau ansteht, werden rechtzeitig vom grundzuständiger Messstellenbetreiber benachrichtigt. Wer Interesse an einem intelligenten Messsystem hat, aber nicht zu den Pflichteinbaufällen gehört, kann sich jederzeit ein intelligentes Messsystem vom Messstellenbetreiber einbauen lassen. Ein gesetzlicher Anspruch auf den Einbau besteht nicht.

Verzögerung durch Corona

Auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten erklärt Andrea Pfrengle, EGT-Pressereferentin, dass Corona die Pläne des Energieunternehmens im Hinblick auf die neuen Messsysteme etwas durcheinander gebracht hat. "Die Umsetzung war zeitlich eng getaktet", meint sie. Teilweise seien die Einbauarbeiten schon erfolgt, nun verzögere sich das Ganze aber auf bislang unbestimmte Zeit.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.