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Triberg Ellerbacher hinterlassen historische Spuren

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Von Karl Volk Triberg. 2011 feierte die Stadt Triberg ihr 900-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr lenkte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit der Raumschaft Triberg auf den Ahnherrn und Erbauer der Burg Althornberg, Adalbert von Ellerbach, den einzigen Träger dieses Vornamens in seinem Geschlecht, der sich vom Jahr 1111 an Freiherr von Hornberg nannte.

Außer Acht blieben sein Herkunftsort Erbach bei Ulm, das dortige Schloss auf einer weithin sichtbaren Anhöhe und die dazu gehörige Kirche, für einen Adelssitz und Verwaltungsmittelpunkt wie geschaffen. Allein der Begriff "Schloss" (statt Burg) und der Name des heutigen Besitzers Baron Constantin Freiherr von Ulm-Erbach lassen aufhorchen und die Vermutung aufkommen, dass dieser Zweig aus Adalberts Familie eine größere Rolle in der deutschen Geschichte gespielt hat, als bisher in unserer Umgebung bekannt war. So fällt zusätzlicher Glanz auf Adalbert und sein Haus.

Seine Position auf der Seite der Reformklöster (St. Georgen, St. Blasien) ist eindeutig. Ellerbacher Söhne heirateten Grafentöchter, wenngleich ihr Geschlecht von dem von Schelklingen und von Berg abhängig war, auf der Burg aber Rechte hatte. Mit großer Wahrscheinlichkeit im 11. Jahrhundert erbaut, wurde die Burg im 13. Jahrhundert erneuert. Allein ihre Größe von einem halben Hektar Grundfläche würde eine Hochadelsburg beweisen. Das heutige Schlossgebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Beziehungen der Ellerbacher zu den Herzögen von Zähringen wurden von Hans Harter nachgewiesen. Diese brachten Adalbert als ihren Vasallen nach Althornberg. Die große Zeit der Ellerbacher, die an der Donau blieben, lag aber Jahrhunderte nach Adalbert, als sie sich den Habsburgern anschlossen. Ein Burkhart von Ellerbach verteidigte 1324/25 die österreichische Festung Burgau gegen König Ludwig den Bayern. Ein weiterer Burkhart war Marschall Kaiser Karls IV., dessen Enkel Burkhart Bischof von Augsburg 1373 bis 1404. (Burkhart war der Leitname des Geschlechts.) Pfandschaften (Bussen, Riedlingen…) waren die Belohnung durch die Habsburger.

Für das Ansehen der Familie von Ellerbach spricht, dass sie ausgedehnte Besitzungen, Höfe, Güter nördlich und südlich der Donau, besaß, auch die Hohe Gerichtsbarkeit ("Blutbann") 1434, ein Ellerbacher war vermutlich um 1350 Pfandherr von Laupheim. So stifteten sie eine Kaplanei für das Kloster Urspring, übten die Pfandschaft über Schelklingen aus, stellten in Wiblingen den ersten Abt. Außerdem sind die beiden Brüder, die Stifter der Ellerbacher Kaplanei, Burkhart der Lange und Burkhart Ital (in habsburgischen Diensten Landvogt in Schwaben) mit ihrem Wappen auf Altartafeln wohl aus den Kloster Urspring, heute im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, abgebildet. Burkhart von Randeck, Bischof von Konstanz, 1462 bis 1466, stammt mütterlicherseits, aus der Ellerbacher Familie.

Die enge Verbindung des Anfangs mit der Kirche, bezeugt durch viele Stiftungen, hielten sie über Jahrhunderte aufrecht. 1371 ist Hainrich von Ellerrbach Chorherr in Augsburg, 1415 Friedrich von Elrbach Kirchherr in Günzburg. Joachim, ein Sohn des Burkhart von Ellerbach, ist 1485 bis 1498 Domherr in Augsburg. Domherr Puppelin 1424 wurde (nur) von einem Teil des Domkapitels zum Bischof von Augsburg gewählt, was ihn wohl hinderte, dieses Amt anzutreten. Johann Sigmund ist 1519 ebenfalls Domherr in Augsburg, aber nicht lange, er verließ den geistlichen Stand und war 1529, als die Türken Wien belagerten, Fähnrich unter Rudolf Marschall von Pappenheim.

Letzter Ellerbacher im Mannesstamm war in der siebten Generation Eitel Hans, er verstarb am 7. August 1570. Sein Lehen Laupheim fiel an Österreich zurück. Auf dem Schloss Erbach lebte das Geschlecht von Ulm-Erbach fort. Im 19. Jahrhundert findet man seine Angehörigen als Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte, was für das Geschlecht der Burgbesitzer bis heute so blieb. Baron Constantin Freiherr von Ulm-Erbach (junior) ist Gemeinderat und Kreisrat.

 
 

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