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Triberg Ein weiterer "Nackenschlag" für die Branche

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Foto: © ra2 studio – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Als "Nackenschlag" wertet der Vorsitzende des Wirte­vereins der Raumschaft Triberg, Daniel Weis, die neue Corona-Verordnung. Die Vorgaben seien angesichts der wachsenden Infiziertenzahlen zwar verständlich. Trotzdem hätte er sich eine Differenzierung bei den Auflagen gewünscht.

Raumschaft Triberg. Laut Deutschem Hotel- und Gaststättenverband ließen sich ledglich bis zu zwei Prozent der Infektionszahlen auf Hotellerie und Gastronomie zurückführen, hinterfragt Weis die härteren Auflagen für Hotellerie und Gastronomie für den November. Die Schließung der Betriebe in den nächsten Wochen treffe die Branche hart. Es gebe zwar die Zusage seitens der Politik, die betroffenen Betriebe mit bis zu 75 Prozent der Einnahmen vom Vorjahresmonat zu unterstützen. "Das ist besser, als gar nichts", so Weis, werde aber die Misere nicht grundsätzlich bessern.

So kamen Gastronomie und Hotellerie in der Raumschaft vom Winterloch nahtlos ins erste Corona-Loch im Frühjahr. Der Sommer hingegen lief gut in Triberg, betont Weis. Die Auslastung mit den Übernachtungsgästen sei zufriedenstellend gewesen.

Verunsicherung herrscht

In den vergangenen Wochen habe jedoch wieder Verunsicherung geherrscht, wer in welches Risikogebiet reisen dürfe oder nicht. Täglich habe er bei Reservierungen auf der Seite des Robert-Koch-Instituts nachschauen und sich nach dem aktuellen Stand informieren müssen. "Weder wir noch die Gäste haben kapiert, ob man kommen durfte oder nicht", beschreibt Weis die allgemeine Verunsicherung. Es habe viele Stornierungen gegeben.

Helfen Maßnahmen?

Nach den jetzigen November-Regelungen für Hotellerie und Gastronomie schaue die Branche hoffnungsvoll auf das Weihnachtsgeschäft. Die Politik stelle zwar in Aussicht, dass durch die härteren Regeln im November das Weihnachtsgeschäft wieder laufen könne. Aber unklar sei, ob und wie gut die jetzt verhängten Maßnahmen wirken und die Infektionszahlen tatsächlich nach unten gehen.

Weis befürchtet, dass auch das Weihnachtsgeschäft beeinträchtigt wird, dass Weihnachtsfeiern abgesagt und eine Verunsicherung bei Kunden bleibt, die reisen und Übernachtungen buchen möchten.

Vermutlich mit drei- bis viermonatiger Verzögerung kann sich Weis vorstellen, dass dem ein oder anderen Betrieb im Lauf des nächsten Frühjahrs die Luft ausgeht und schließt.

Wenn der Nachwuchs fehlt

In der Branche gebe es auch ein Nachwuchsproblem. So würden ältere Betreiber vielleicht ein oder zwei Jahre früher in Ruhestand gehen nach der schwierigen Situation in diesem Jahr und ihre Kneipe oder Pension schließen. Er sei mit seinen 42 Jahren mit Abstand der jüngste im Wirteverein, dessen Mitglieder aus den Bereichen Gastronomie und Beherbergung im Bereich Triberg, Schonach und Schönwald kommen.

Mehr Feingefühl gewünscht

Weis hätte sich für die aktuellen Regeln "mehr Feingefühl" und mehr branchenspezifische Maßnahmen gewünscht. Leute, die gemeinsam essen gingen, stammen in der Regel aus demselben oder zwei Haushalten. Das minimiere die Ansteckungsrisiken gerade im Restaurantbereich. So hätte er sich vorstellen können, dass zumindest Speiselokale weiterhin hätten offen bleiben können und eventuell nur Gäste aus einem Haushalt hätten gemeinsam essen dürfen. Weis hofft, dass der Plan der Politik aufgeht und die Leute dann nach dem November wieder reisen und essen gehen. Planbar sei das aber nicht. Diese Unsicherheit "nervt". Aber es habe halt niemand eine Kristallkugel.

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