Die Akteure der Narrenzunft Nußbach: "Mit diesem Lied können wir uns absolut identifizieren". Foto: Narrenzunft/Kienzler

Narrenzunft Nußbach kann sich mit dem Lied absolut identifizieren und setzt im Film auf eigene Gesangskünste.

Triberg-Nußbach - Auf ihren T-Shirts steht klipp und klar, für welchen Song ihr Herz schlägt: Dorfkind! Darum zögerten die Vorsitzende der Narrenzunft Nußbach, Sonja Schätzle, und Simon Wiesenbach keine Sekunde, als sie von der "Aktion Dorfkind" unserer Zeitung gelesen haben.

"Auch Erwachsene sind Dorfkinder, egal wie alt sie sind, mit diesem Lied können wir uns absolut identifizieren, wir leben den Song", schwärmt Sonja Schätzle. Zusammen mit ihren Vereinskollegen von der Narrenzunft Nußbach wollen sie natürlich unbedingt gewinnen. Die beiden sind nicht nur große Fans, sondern auch die Regisseure des Videos. Schnell entwickelten sie die Ideen, jetzt galt es nur noch die Schauspieler von der Aktion zu überzeugen. "Ein Chor unserer Zunft sang das Lied Dorfkind bei der Aktion ›Singendes Dorf‹ und bei der Gelegenheit haben wir die Leute gefragt ob sie am nächsten Tag beim Videodreh mitmachen würden." Während andere Bewerber teilweise die Originalmusik nahmen, setzen die Nußbacher auf ihre eigenen Gesangskünste im Film. Auch mit dem Einsatz von Hästrägern wollen die Zünftler bei der Abstimmung punkten. "Wir haben einfach das gewisse Etwas in unserem Film", betont Sonja Schätzle schmunzelnd.

Fast 30 Vereinsmitgliedern gefiel die Idee. So traf man sich kurzerhand einen Tag später nach dem Chorauftritt auf dem Hof eines Vereinsmitgliedes. Mit Latzhosen, Schlapphüten, Schürzen und Gitarre ausgestattet.

So nahe wie möglich am Text sollten die Szenen sein, aber es blieb auch Platz für spontane Einfälle, so kam die Idee mit dem Tanz der Hästräger am Anfang erst während des Drehs. Drei Stunden tanzten, schunkelten, schlugen und versöhnten sie sich beim Bier. Dann hatte Kameramann Thomas Wiesenbach, der Vater von Simon, alles im Kasten. "Wir hatten auf jeden Fall großen Spaß an dem Tag", schildert die Vorsitzende und das, obwohl die Jahreszeit alles andere als günstig war.

Nach dem Dreh kam der schwierigste Teil, das Zusammenschneiden des Materials. Vier Tage lang saßen Regisseure und Kameramann zusammen. "Das war eine nervenaufreibende Angelegenheit, vor allem nachdem wir die ersten Sequenzen geschnitten hatten und plötzlich alles gelöscht war. Da brauchte ich erstmal ein Eis", erinnert sich die 24-jährige Zunftmeisterin und muss lachen. Um zu zeigen, wie schön Nußbach auch zu anderen Jahreszeiten ist, bauten die Hobby-Regisseure auch einige Fotos ein.

Seit 1948 gibt es die Narrenzunft Nußbach. Gflächtwieb (Geflechtweib), Nußbacher Katze und Strohdrescher heißen die Fasnetsgestalten und dass die Zünftler feiern können, beweisen sie jedes Jahr an der heimischen Fasnet. "Das wäre schon geil, wenn die Dorfrocker in unsere Halle hier kommen, dann gibt’s aber ‘ne Mega-Party hier", verspricht der 17-jährige Simon Wiesenbach. Zuversichtlich sind beide ohnehin und mit dem nötigen Schuss Zuversicht und einem Augenzwinkern macht Sonja Schätzle klar: "Also ich will mindestens den Brauereibesuch, sonst bin ich närrisch."

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