Um in Zukunft zu verhindern, dass vom steilen Burghügel Feuchtigkeit in den Pfarrsaal eindringt, legen diese ehrenamtlichen Helfer kräftig Hand an und befreien das Kirchengebäude in einem ersten Arbeitsschritt von Gestrüpp, Steinen und Dreck: Klaus Nagel (von links), Mesner Thomas Mayer, Robin Schätzle, Valentin Nagel, Pfarrgemeinderat Rainer Buderath und Felix Arnold. Foto: Pfarrgemeinde Triberg

Erhaltung : Sanierung für die Stadtkirche St. Clemens / Faszinierende Klangkörper

Triberg. Zum ehrenamtlichen Einsatz um die Stadtkirche St. Clemens trafen sich jetzt erstmals einige Helfer, um anstehende Sanierungsarbeiten in Angriff zu nehmen.

Schon vor einigen Jahren war Feuchtigkeit unter den Bodenbelag des Pfarrsaals im Untergeschoss der Kirche eingedrungen, was zur Hebung eines Teils des Parkettbodens in dem geräumigen Saal führte. Dieser aufgequollene Teil musste herausgenommen werden, wodurch die Nutzung des Pfarrsaals als Raum für das Gemeindeleben stark eingeschränkt wurde.

Ausgangslage: die Rücklagen sindaufgebraucht

Die nötigen Finanzmittel standen zunächst nicht zur Verfügung, da die Rücklagen vollkommen aufgebraucht waren. Dank großzügig eingegangener Spenden der Triberger Gemeindemitglieder nach einem ersten Spendenaufruf kann nun die Sanierung angegangen werden. Die Bodenarbeiten wurden bereits an eine ortsansässige Firma vergeben.

Die Triberger Pfarrgemeinderäte Rainer Buderath und Christine Nagel und Larissa Thaesler zeigen sich im Namen des gesamten Gremiums den bisherigen Spendern gegenüber für ihre großzügige Unterstützung dankbar.

Mit den notwendigen Außenarbeiten um den Pfarrsaal haben die ehrenamtlichen Helfer nun begonnen, um die Sanierungskosten in Grenzen zu halten. Zurückgehende Kirchensteuereinnahmen, bedingt durch demografische Faktoren und Kirchenaustritt, machten es zukünftig immer notwendiger, so Pfarrgemeinderätin Christine Nagel, sich auch finanziell oder in sonstiger Form ehrenamtlich für die eigene Kirche vor Ort und ihre Einrichtungen zu engagieren, um ein spürbares und sichtbares Zeichen christlicher Verbundenheit zu setzen.

Stahlglockenstuhlhat esbitter nötig

Der Zahn der Zeit nagt aber nicht nur am Pfarrsaal: Nach über 60 Jahren muss der Stahlglockenstuhl der denkmalgeschützten Stadtkirche St. Clemens ebenfalls dringend saniert werden. Der das Triberger Stadtbild prägende, 38 Meter hohe Kirchturm, wurde Ende der 1950er Jahre architektonisch in den Hang des Burghügels komponiert. Prägend für Triberg ist auch der mit der evangelischen Kirche abgestimmte volle harmonische Klang der fünf für die neue Stadtkirche am 17. April 1958 von der Firma Schilling in Heidelberg gegossenen Bronzeglocken.

Dazu Mesner Thomas Mayer: "Die Glocken unserer denkmalgeschützten Stadtkirche sind faszinierende Klangkörper, die als christliches Kulturgut und Klangdenkmal uns Menschen in ihren Bann ziehen. Schon mehrfach haben Glockenfans das besondere Geläut gefilmt und im Internet eingestellt."

Für die anstehende Sanierung des Glockenstuhls seien durch die Glockeninspektion der Erzdiözese Freiburg etwa 65 000 Euro veranschlagt, welche die Pfarrgemeinde nur mit der großzügigen Unterstützung der Pfarrangehörigen aufbringen könne, so Christine Nagel, die für die Pfarrgemeinde um Mithilfe bei der Glockensanierung bittet. Jede Spende helfe, so Nagel, die auf das extra für die Sanierung der Stadtkirche eingerichtete Spendenkonto verweist.

Jeder Beitragzur Sanierung istwillkommen

Im Vorfeld seien schon einige Pfarrangehörige persönlich angeschrieben worden, mit der Bitte, einen Beitrag zur Sanierung des Triberger Glockenstuhls zu leisten.