Verweigert die Telekom normalen Familien den Telefonanschluss? Und wenn ja, warum? Diese Frage wird nun hinter den Kulissen geklärt. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Telekom soll unter Druck gesetzt werden / Unternehmen will dagegen konkrete Fälle wissen

Von Jürgen Liebau

Raumschaft Triberg. Die Telekom soll Bürgern den DSL-Anschluss versagt haben, beklagte in dieser Woche Wolfgang Förtsch in der öffentlichen Sitzung des Schonacher Gemeinderates (wir berichteten). Und Bürgermeister Jörg Frey berichtete gar, dass es Fälle gebe, in denen ein simpler Telefonanschluss versagt wurde.

Gestern nun haben die Bürgermeister von Triberg, Schonach und Schönwald während eines gemeinsamen Treffens vereinbart, einen Protestbrief an die Telekom zu senden. Das bestätigte gestern Jörg Frey auf Anfrage unserer Zeitung.

Zwar diente das Treffen in erster Linie anderen Themen, auch wolle er die Sache auch nicht hochbauschen, doch berechtigte Kritik sieht Frey allemal.

"Da ist zum Beispiel eine Familie, die ein gebrauchtes Haus gekauft hat und dann keinen Telefonanschluss bekommen hat", so Frey. Das sei absolut inakzeptabel. Deswegen wolle man eine klare Stellungnahme der Telekom.

Die Telekom dagegen lehnt es ab, vorerst Stellung zu beziehen. "Wir brauchen erst konkrete Namen und Adressen, damit wir denen nachgehen können. Die wurden uns bislang noch nicht vorgelegt", sagte gestern ein Sprecher der Telekom gegenüber unserer Zeitung. Er habe nun Bürgermeister Jörg Frey eine E-Mail gesendet, mit der Bitte, "Ross und Reiter" zu nennen.

"Diese Mail habe ich schon beantwortet", erklärt Frey. Nun warte er zunächst die Antwort ab.

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