Stolz präsentieren Miriam Coulthard und Bürgermeister Gallus Strobel das Boris-Siegel, flankiert von Clemens Boog (links) und Schulleiter Waldfried Sandmann. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Realschule Triberg erhält Boris-Siegel für ihre Anstrengungen / Zusammenarbeit mit sechs Firmen aus der Region

Von Hans-Jürgen Kommert Triberg. "Wer Grund zum Feiern hat, hat leicht lachen", hat Schulleiter Waldfried Sandmann bei der offiziellen Übergabe des Boris-Siegels an die Realschule Triberg festgestellt. Neben dem Ausbildungsleiter der Firma Continental Automotives, Clemens Boog, der die Zertifizierungskommission geleitet hatte und nun das Ergebnis bekannt gab, hatten sich aus den Reihen der Kooperationspartner etliche eingefunden.

So war Silke Burger, Leiterin Human Ressources SBS/KBS Schonach, in Begleitung von Ilona Gebhardt gekommen, der Vorstandsvorsitzende der EGT, Rudolf Kastner, hatte ebenfalls in Martin Marx, Leiter Unternehmenskommunikation, einen Unterstützer mitgebracht. Corina Geiger als Leiterin des Personalmanagements der Duravit AG in Hornberg, Thomas Schlaps, Ausbildungsleiter der Kammerer Gewindetechnik in Niederwasser sowie Bürgermeister Gallus Strobel und der Geschäftsführer des GVV, Alexander Kutzner, vervollständigten die Liste der namhaften Gäste bei der Übergabe des Zertifikats.

Es ist nicht einfach, ein solches Zertifikat zu erhalten, wusste Sandmann. 188 Schulen hätten sich um das Siegel bemüht, weniger als die Hälfte habe es bekommen. Seine junge Kollegin Miriam Coulthard habe sich aber enorm ins Zeug gelegt und ihrem Namen alle Ehre gemacht. Im Tempo eines David Coulthard, seines Zeichens ehemaliger Formel 1-Pilot, habe sie es geschafft, die Formalitäten zur Erringung des Boris-Siegels nicht nur eben zu schaffen, sondern es so gut zu machen, dass Boog vom "richtigen Bus" sprach, in dem die Kommission saß – und der sie durch die Wirren der Zertifizierung gefahren habe.

Streitschlichter, Schulsanitäter und Schulsportmentoren habe er ausgemacht – und eine rege Zusammenarbeit mit sechs Firmen. Hervorragend klappe das mit dem "Forum Industrie – Schule". Eine vorbildliche Realschule habe er vorgefunden, mit tollen Ideen, einem motivierten Lehrerkollegium und einer Schulleitung, die hinter all diesen Aktivitäten stehe. "Hier wird Boris nicht nur gelehrt, sondern gelebt", lobte Sandmann das Engagement.

Kastner als Sprecher der Kooperationspartner erklärte der Schule, sie sei richtig in dieser Region, in der sie künftig Fachkräfte vermitteln könne. Die Partner wiederum ermöglichten den Schülern, frühzeitig in die Berufe der Raumschaft hineinzuschnuppern, sei es durch Praktika oder Ferienjobs. Was ihn persönlich freue sei, dass die Angebote der Industrie wahrgenommen werden, was er auch als Vorsitzender der baden-württembergischen Arbeitgeber begrüße. "Das Projekt ist uns allen sehr wichtig", betonte er. An die Schüler gewandt, hatte er eine Nachricht: "Ich weiß, dass ein Rundfunksender heute verlautbart hat, dass Zeugnisnoten so wichtig nicht seien; das sehe ich etwas anders", mahnte er an. Wer erfolgreich sein wolle, sollte sich "frühzeitig anstrengen". Mit ihrem Angebot wollen die sechs Kooperationspartner den Schülern auch "zeigen, wie schön und ausfüllend Beruf sein kann", skizzierte er.

Im Anschluss an die Enthüllung des Siegels stellte Sandmann heraus, dass die Schule das Siegel drei Jahre lang tragen darf – danach müsse eine Re-Zertifizierung erfolgen.