Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Triberg 90 Jahre Triberger Narrenmarsch

Von
Vize-Zunftmeister der Narrenzunft, Sven Ketterer (links) und Dirigent der Stadt- und Kurkapelle Hansjörg Hilser (Zweiter von links) freuen sich mit weiteren Mitgliedern der Triberger Narrenzunft über den 90. Geburtstag des Narrenmarsches. Foto: Stein Foto: Schwarzwälder Bote

"Man soll die Feste feiern, wie sie fallen", lautet ein bekanntes Sprichwort aus dem Jahr 1865, das ursprünglich aus dem Berliner Schwank "Graupenmüller" von Hermann Salingré stammt. So hält es auch die Triberger Narrenzunft in diesem Jahr besonders.

Triberg. Deshalb hat auch sie erneut einen Grund, ein weiteres Fest in der Fasnetzeit 2019 zu feiern. Neben dem 125-jährigen Bestehen des Triberger Teufels wird nun zusammen mit der Stadt- und Kurkapelle des 1919 entstandenen und nunmehr 90 Jahre alten Triberger Narrenmarsches "Hans gang heim…" gedacht.

So konnte der stellvertretende Vorsitzende der Zunft, Sven Ketterer, vor der Kulisse der Teufelsausstellung, die derzeit in den Räumen der Sparkasse zu sehen, ist, einige Gäste begrüßen, darunter war auch der Dirigent der Hauptkapelle der Stadt- und Kurkapelle Triberg, Hansjörg Hilser.

Auch einige unermüdliche Narren, die im "närrischen Ornat" teilnahmen, freuten sich, auf dieses Jubiläum anstoßen zu können. Selbstverständlich haben die Narren innerhalb der Ausstellung eine Informations-Stellwand "90 Jahre Narrenmarsch" aufgestellt.

Einfacher Notensatz

In seiner Rede ging Ketterer ausführlich auf die Entstehung des Narrenmarsches ein und informierte die Versammelten über interessante Details zur Entstehung des Liedes: "Die Melodie ›Hans gang heim‹ war bereits Ende des 19. Jahrhunderts zu hören, was noch auf dem Melodion im Schwarzwaldmuseum abzuspielen ist. Allerdings wurde der Narrenmarsch erst nach der Gründung der Narrenzunft am Aschermittwoch 1928 durch den Rektor der Hauptschule und Narrenrat Reinhard Beyerle in einen einfachen Notensatz gesetzt."

Ketterer weiter: "Stadtkapellmeister Josef Gutterer, der für die Stadt- und Kurkapelle von großer Bedeutung ist, konnte aufgrund dieser Basis das Lied für eine Blasmusik-Besetzung arrangieren. Gutterer, der ebenfalls Mitglied des Elferrats der Narrenzunft war, fügte dem Narrenmarsch das alte Soldatenlied ›Hunderttausend Mann‹ hinzu. Dieser Narrenmarschteil kann als spezielles Triberger Narrenlied gesehen werden."

Der Vize-Narrenboss erinnert: "Am Schmutzige Dunschdig 1929 wurde der neue Marsch erstmals an Fastnacht von der damaligen Stadtmusik gespielt. Wir freuen uns, dass unsere heutige Stadt- und Kurkapelle sehr spielfreudig ist und das flotte Musikstück, das während der närrischen Tage bis zum Verbrennen der Fasnetspuppe unzählige Male erklingt, laufend zu Gehör bringt. Generell kann man sagen, Fastnacht wäre ohne Musik nichts."

Startrompeter

Was wohl nicht jeder weiß ist die Tatsache, dass sich Josef Gutterers Sohn Werner ebenfalls eine musikalische Karriere aufbaute, denn er hatte sich in den Jahren 1951 bis 1956 als Startrompeter beim Rundfunktanzorchester des Nord-West-Deutschen Rundfunks (NWDR, ab 1956 NDR) einen Namen gemacht. Werner Gutterer spielte auch als Solist virtuos auf seinem Instrument in einem weltbekannten Orchester, der Bigband des erfolgreichen Bert Kaempfert.

"Erheben wir das Glas auf weitere 90 Jahre Triberger Narrenmarsch", prostete Ketterer den Gästen zum Abschluss seiner Rede erfreut zu.

Fotostrecke
Artikel bewerten
1
loading
 

Ihre Redaktion vor Ort Triberg

Christel Börsig-Kienzler

Fax: 07722 86655-15

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading