Triathlet Dominik Sowieja aus Oberbaldingen startet in die heiße Phase der Saison. Der 32-Jährige trainiert intensiv, um sich den großen Traum von den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii zu erfüllen.
Dominik Sowieja im Land der 1000 Hügel: Was klingt wie ein Roman von Michael Ende, ist in der Realität ein brutal hartes Sportereignis. Beim Ironman 70.3 im Kraichgau werden 1,9 Kilometer geschwommen. Mit dem Rad geht es 90 Kilometer über eine hüglige Strecke. Zum Abschluss werden 21,1 Kilometer gelaufen.
Sowieja kommt in Bad Schönborn als Siebter ins Ziel. „Das Rennen liegt mir nicht so“, meint der Oberbaldinger. Der 32–jährige Triathlet sieht sich aufgrund seines vergleichsweise hohen Gewichts im Nachteil. Sowieja schwamm im Kraichgau von Beginn an hinterher, wechselte als 44. im Gesamtklassement auf die Radstrecke. „Das Schwimmen ist häufig der Schlüssel. In diesem Jahr klappt es noch nicht so. Das ist stellenweise frustrierend“, sagt Sowieja.
Fleiß und Talent
Besser läuft es auf dem Rad. Hier nimmt Sowieja laut eigenen Angaben 120 bis 130 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde zu sich, auf der Laufstrecke sind es 100. „Reinstopfen und damit erst aufhören, kurz bevor es hochkommt“, sei die richtige Taktik. Im Kraichgau verbesserte er sich auf der Radstrecke auf Platz 16. Laufen gilt danach als seine beste Teildisziplin.
Sowiejas Erfolgsrezept ist, „über einen langen Zeitraum kontinuierlich dranzubleiben“. In einem Ausdauersport wie Ironman komme es weniger auf das Talent an, als beispielsweise bei Ballsportarten.
Die heiße Phase der Saison
Der Oberbaldinger trainiert meist 35 bis 40 Stunden pro Woche. „Ich mache viele Überstunden, um Zeit für ein Trainingslager in der Höhe zu haben“, gibt der Ingenieur, der formell 70 Prozent arbeitet, preis. „Mehr Regeneration wäre schon gut“, ergänzt Sowieja – ohne sich beschweren zu wollen.
Denn er hat einen großen Traum: Hawaii! 2023 fehlten sieben Sekunden zur WM-Qualifikation. Mit einem Top-3-Resultat bei seinem nächsten Rennen in Vitoria-Gasteiz am 14. Juli oder einem Top-6-Ergebnis bei der EM in Frankfurt wäre das Ticket gelöst. „Es soll jetzt endlich klappen“, fiebert Sowieja der heißen Phase der Saison entgegen.