Die Trekking-Camps im nördlichen und mittleren Schwarzwald waren gut besucht. Foto: Naturpark Südschwarzwald e.V. / Sebastian Schröder-Esch

Die Camps in den beiden Naturparken Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald sowie dem Nationalpark Schwarzwald waren gut besucht.

Die für die Trekking-Camps Verantwortlichen haben kürzlich Bilanz für die Saison 2025 gezogen, die am 31. Oktober zu Ende ging. An 184 Tagen konnten Trekkerinnen und Trekker in den 20 Camps übernachten.

 

Den Buchungen zufolge wurden vom 1. Mai bis zum 31. Oktober insgesamt 6973 Zelte aufgeschlagen, heißt es in der Pressemitteilung. Das sind 269 Zelte mehr als im Vorjahr und rund 1270 mehr als 2023. Davon standen 3654 im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und im Nationalpark sowie 3319 im Naturpark Südschwarzwald. Insgesamt wurden 3699 Buchungen verzeichnet (davon 1820 im nördlichen und mittleren Schwarzwald und 1879 Buchungen im Südschwarzwald).

Camps nahezu ausgebucht

Damit waren die Camps wieder nahezu ausgebucht. „Nachdem wir die Buchungsplattform am 14. März geöffnet haben, sind bei uns auch in diesem Jahr wieder gleich am ersten Tag mehr als 1000 Buchungen eingegangen“, berichtet der Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Karl-Heinz Dunker. „Besonders begehrt waren wieder die Wochenenden und Feiertage sowie die Ferienzeiten“, resümiert die Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli.

Gäste kommen auch aus dem Ausland

Eine Nacht im Zelt in einem der 21 Trekking-Camps der beiden Schwarzwälder Naturparke oder des Nationalparks lockt zwar nach wie vor großteils Trekker aus Baden-Württemberg. Doch der Anteil an ausländischen Gästen – insbesondere aus den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Frankreich – ist in diesem Jahr mit zwölf Prozent im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen (2024 waren es elf Prozent und 2023 neun Prozent).

Angebot kommt gut an

In diesem Jahr wurde erstmals eine Umfrage unter den Gästen der 21 Trekking-Camps im Schwarzwald durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich 316 Personen. Ergebnis: Die Gäste der Trekking-Camps im Schwarzwald zeigen sich rundum begeistert. Viele äußern große Dankbarkeit und schwärmen von dem Gefühl, im Schwarzwald „legal wildcampen“ zu können. In den Rückmeldungen tauchen immer wieder Formulierungen wie „tolle Idee“, „super Angebot“ oder „Balsam für die Seele“ auf .

Zahlreiche Trekkerinnen und Trekker nutzen die Camps regelmäßig und sind zu treuen Stammgästen geworden. Besonders gelobt werden das intensive Naturerlebnis und die ruhige Lage vieler Camps. Auch die sauberen, gepflegten Toilettenhäuschen und die Bereitstellung von Feuerholz tragen dazu bei, dass sich die Besucher an den vorbereiteten Plätzen wohlfühlen. Mit Blick auf die abgeschlossene Saison fasst Wahli zusammen: „Im Schwarzwald zu trekken und die Nacht in einem unserer Camps zu verbringen, planen viele unserer Gäste inzwischen fest in ihren jährlichen Urlaubskalender ein.“

Was sich noch verbessern könnte?

„Die Rückmeldung unserer Camp-Kümmerer war insgesamt sehr positiv. Allerdings lassen nach wie vor einige wenige Gäste ihren Müll im Camp zurück, verstellen die Zahlenschlösser am Toilettenhäuschen oder an der Holzkiste und fahren mit dem Auto sehr nahe ans Camp heran. Das ist ausdrücklich verboten! Es passt auch nicht zur Trekking-Idee, die Natur zu erleben – ohne ihr zu schaden“, erläutert Wahli.

Die meisten in kleinen Gruppen unterwegs

Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) waren zum ersten Mal in einem Trekking-Camp. Ein Viertel hat das Angebot hingegen schon mehrfach genutzt. Für 20 Prozent der Gäste war es bereits das zweite Mal. Die meisten Trekker sind in kleinen Gruppen unterwegs: 43 Prozent wandern zu zweit, 22 Prozent in Dreier- oder Vierergruppen. 17 Prozent sind mit größeren Gruppen von mehr als vier Personen unterwegs. Ebenfalls 17 Prozent wandern für sich. Etwa ein Drittel ist mit der Familie auf Tour (32 Prozent), gefolgt von Paaren (31 Prozent) und Freundesgruppen (29 Prozent). Sechs Prozent nehmen ihren Hund mit. Insgesamt hatte rund ein Drittel (36 Prozent) Kinder dabei – überwiegend im Alter zwischen vier und 13 Jahren.

Bei der Dauer der Trekking-Touren zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Hälfte der Befragten übernachtet einmal, gut ein Viertel (27 Prozent) ist drei Tage unterwegs. Längere Touren von vier (zehn Prozent) oder fünf Tagen (sieben Prozent) sowie mehr als fünf Tagen (sechs Prozent) kommen seltener vor.

Die Zufriedenheit mit dem Angebot generell ist sehr hoch: Die meisten empfinden den Preis laut Pressemitteilung als angemessen oder sogar günstig. 99 Prozent würden erneut buchen. Und nahezu alle würden Trekking Schwarzwald weiterempfehlen.

Ausblick auf die Saison 2026

Die kommende Trekking Camp-Saison beginnt am 1. Mai 2026. Die Buchungsplattform wird Mitte März freigeschaltet. Das genaue Datum wird laut Pressemitteilung rechtzeitig vor Buchungsbeginn unter anderem auf der Trekking-Webseite bekanntgegeben.

Die Platzgebühren pro Übernachtung werden auch im kommenden Jahr nicht erhöht. Sie bleiben konstant bei 15 Euro pro Zelt pro Nacht.

Im nördlichen Schwarzwald werden im kommenden Jahr zwei neue Trekking-Camps bei Forbach (Landkreis Rastatt) und Dobel (Landkreis Calw) pünktlich zum Saison-Start eröffnet.

Alle Infos zu Trekking Schwarzwald und den einzelnen Camps gibt es online unter www.trekking-schwarzwald.de, mehr zum Thema im Naturpark-Blog unter www.naturparkschwarzwald.blog, Stichwort „Trekking“.

Trekking Schwarzwald

Das Projekt
 Trekking Schwarzwald wurde 2017 gemeinsam vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und dem Nationalpark Schwarzwald sowie Forst BW initiiert. Ziel ist es, unter Berücksichtigung des Naturschutzes und in Abstimmung mit den Waldbesitzern ein Netzwerk von Trekking-Camps entlang zentraler Fernwanderwege des Schwarzwalds zu etablieren. So ist das Übernachten in den beiden Naturparken und im Nationalpark Schwarzwald offiziell erlaubt. In der Saison 2020 wurde das Angebot auf den Südschwarzwald ausgeweitet.

Alle Camps verfügen über Plätze für bis zu drei Zelte für je drei Personen, eine Feuerstelle und ein Toilettenhäuschen. Ausrüstung, Verpflegung und Trinkwasser müssen Trekker selbst mitbringen. Pro Camp dürfen sie maximal eine Nacht verbringen.

Die Standorte der Camps sind so gewählt, dass das nächste Camp innerhalb einer Tagestour erreichbar ist. Die Camps liegen abseits von Ortschaften und sind nur zu Fuß erreichbar.