Mit der Abrechnung zum Wasserwerk Beuron-Langenbrunn hat sich der Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe in seiner jüngsten Verbandsversammlung befasst. Insgesamt kostet die Baumaßnahme etwa 9,2 Millionen Euro.
Offiziell eingeweiht wurde das Wasserwerk Beuron-Langenbrunn im Juli 2023. Nun ist auch die Abrechnung über die Baumaßnahme abgeschlossen, die Projektleiter Matthias Dreher den Mitgliedern des Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe (ZWH) auf der Verbandsversammlung vorgelegt hat.
Erfreulicherweise fallen die Gesamtkosten Netto mit etwa 9,2 Millionen Euro günstiger aus als gedacht – und zwar um etwa 400 000 Euro günstiger. „Trotz der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg ist das ein gutes Ergebnis“, sagt Dreher. Den größten Unterschied machen dabei die Kosten für den „Stromanschluss Wasserwerk“ aus: 110 000 Euro wurden veranschlagt, etwa 62 681 Euro hat es schlussendlich gekostet.
Nicht alle Kosten können gefördert werden
Etwas höher als gedacht sind die Nebenkosten und Leitungsbaumaßnahmen zwischen dem Pumpwerk Großschmiedebrunnen und Wasserwerk Beuron ausgefallen; komplett neu hinzugekommen sind die Sanierungskosten für den Großschmiedebrunnen mit etwa 88 202 Euro. Allerdings werden nicht alle Kosten in vollem Umfang förderfähig sein, räumte Matthias Dreher ein.
Dazu zählen zum Beispiel die zentrale Wasserenthärtung oder Sanierungsmaßnahmen im Bestand, zu denen etwa die Dach- und Brunnensanierung gezählt werden. Von den Gesamtkosten können etwa 8,06 Millionen Euro gefördert werden; die verbliebenen 1,18 Millionen Euro muss der ZWH selbst tragen. Derzeit befinden sich die Abrechnungen zur Prüfung in förder- und nicht-förderfähige Kosten bei den zuständigen Landratsämtern, wobei laut Dreher keine größeren Abweichungen mehr zu erwarten seien.
Offiziell eingeweiht wurde das Wasserwerk Beuron-Langenbrunn am 13. Juli 2023. Dessen Neubau hat der ZWH bereits 2016 beschlossen, dem sechs Jahre der Planung und Untersuchung vorangegangen waren. Die Genehmigungsverfahren zogen sich bis Ende 2018 hin.
Seit einem halben Jahr vollumfänglich in Betrieb
Den Auftakt zum Baubeginn hat im April 2019 der Leitungsbau zwischen dem Pumpwerk Großschmiedebrunnen und Langenbrunn, dem neuen Standort des Wasserwerkes. Im Oktober 2020 wurden die Rohbauarbeiten abgeschlossen und im Januar 2022 ging die die Ultrafiltrationsanlage in Betrieb. Die erste Stufe der zentralen Enthärtung auf 12 dH folgte im März 2023. Seit November 2023 ist das Wasserwerk in vollem Umfang in Betrieb und das Wasser wurde auf 8,3 dH enthärtet.