Christian Buck, der aus Weil am Rhein stammt, ist ein Top-Diplomat im Außenministerium in Berlin. Foto: Auswärtiges Amt

Der aus Weil am Rhein stammende Diplomat Christian Buck vertritt in Washington bei der ersten Konferenz von Trumps „Friedensrat“ die Bundesregierung.

Der 59-jährige promovierte Politik- und Wirtschaftswissenschaftler, der nach einem Volontariat bei der Weiler Zeitung von 1987 bis 1989 und anschließendem Studium in Basel, New York und Japan eine steile Karriere als Diplomat durchlaufen hat, ist heute Leiter der Politischen Abteilung 3 im Auswärtigen Amt in Berlin.

 

Er ist für die inhaltliche Arbeit sämtlicher Auslandsvertretungen in Afrika sowie in Nah- und Mittelost verantwortlich und damit auch für den Gazastreifen zuständig.

Erst am Wochenende kehrte Christian Buck, der als ehemaliger Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amts und Nahostdirektor im Rang eines Botschafters im politischen Berlin als Kenner geschätzt wird und oft den Außenminister – aktuell Johann Wadephul – bei dessen Auslandsreisen begleitet, von einer Afrika-Mission nach Berlin zurück.

Da hieß es nach einem kurzen Telefonat mit seinen Eltern Renata und Joachim Buck in Weil am Rhein wieder die Koffer packen für den Abflug nach Amerika. Dort wird der ehemalige Weiler, der am Kant-Gymnasium sein Abitur gemacht hatte, die Woche sowohl in New York als auch in Washington bei Konferenzen und Gesprächen verbringen.

Als sich am Donnerstag der von den USA initiierte sogenannte „Friedensrat“ unter der Leitung von Präsident Donald Trump zu seiner ersten Zusammenkunft in Washington traf, repräsentierte Christian Buck dort die Bundesregierung.

Thema ist der Wiederaufbau des Gazastreifens

Deutschland hat sich zwar gegen eine Mitgliedschaft in diesem „Friedensrat“ entschieden und setzt weiter auf den UN-Sicherheitsrat zur internationalen Konfliktlösung, doch der Bundesregierung war es trotzdem wichtig, mit einem hohen Beamten bei den Gesprächen um den Wiederaufbau des Gazastreifens vertreten zu sein.

Und da hatte der Außenminister den ehemaligen Weiler mit seiner Erfahrung als Top-Diplomat ausgewählt. Christian Buck gilt im Außenministerium als kompetenter Machertyp mit klarem Blick, wie der Berliner „Tagesspiegel“ einmal in einem ganzseitigen Porträt über ihn festgestellt hat. Dabei wurde der frühere Botschafter in Libyen auch als „Mann für besondere Aufgaben“ bezeichnet.

Christian Buck, der fünf Sprachen spricht, hat sich im Auswärtigen einen Namen als Spitzen-Diplomat gemacht und verfügt über ausgezeichnete Nahosterfahrung.

Vor seiner aktuellen Aufgabe als Politischer Direktor im Außenministerium war er unter anderem Vorsitzender der EU-Ratsarbeitsgruppen Nahost- und Mittelost, Stellvertreter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee bei der EU-Vertretung in Brüssel und Ständiger Vertreter in der Botschaft Kabul in Afghanistan, wo er 2010 einen Anschlag der Taliban auf die deutsche Botschaft unversehrt überstand.

Gerade in Krisenzeiten ist der Diplomat sehr gefragt

Auch hatte er die Leitung des Strategiereferats für Schwellenländer und die Leitung des Krisenreaktionszentrums in Berlin inne, ehe er von 2016 bis 2018 die Botschaft in Libyen leitete.

Gerade in den aktuellen Krisenzeiten mit zahlreichen Konflikten auf der Welt ist Buck besonders herausgefordert. Da ist die Zeit für gelegentliche kurze Besuche bei seinen Eltern rar, zumal er nicht nur im Berliner Ministerium anzutreffen ist, sondern vielfach weltweit unterwegs ist. Doch im Zeitalter moderner Medien steht Christian Buck jede Woche mindestens einmal in Kontakt mit seinen Eltern.